© Fabian Bimmer/AP/dpa
Live-Dossier Autoindustrie

Der Abgasskandal

Zuletzt aktualisiert am

VW hat mit Betrugssoftware niedrige Abgaswerte vorgetäuscht. Auch andere Hersteller stehen im Verdacht: eine Branche mit dem Rücken zur Wand. Die Ereignisse im Überblick

Von

Der aktuelle Stand:

  • Autohersteller sollen jahrelang bei ihren Dieselfahrzeugen geschummelt haben: Software sorgte dafür, dass Grenzwerte für Abgase nur auf dem Prüfstand, nicht aber auf der Straße eingehalten werden.
  • Der Abgasskandal fliegt zunächst Mitte September 2015 bei Volkswagen in den USA auf. Weltweit sind elf Millionen Fahrzeuge von Volkswagen betroffen, Konzernchef Martin Winterkorn tritt daraufhin zurück.
  • Deutsche Strafbehörden ermitteln gegen hochrangige Manager und Ingenieure, auch gegen Winterkorn. Es geht um Betrug und Verstoß gegen Aktienrecht. Am 13. Juni 2018 verhängt die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Bußgeld von einer Milliarde Euro gegen VW.
  • Deutlich teurer wird der Skandal für den Konzern in den USA: Dort schließt VW mehrere Vergleiche in Höhe von mehr als 17 Milliarden Euro.
  • Ermittelt wird auch bei den Volkswagen-Töchtern Audi und Porsche. Im Juni 2018 weitet die Staatsanwaltschaft München ihre Ermittlungen auch auf Audi-Chef Rupert Stadler aus.
  • Der VW-Manager Oliver Schmidt wird in den USA zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Er soll die dortigen Umweltbehörden absichtlich belogen haben. Anfang Mai 2018 erhebt die US-Justiz auch Anklage gegen Winterkorn und erlässt einen Haftbefehl gegen ihn.
  • In den USA entschädigt VW Käufer von Dieselfahrzeugen, in Europa lehnt der Autohersteller einen solchen Schritt ab. Das sorgt für heftige Kritik von Verbraucherschützern. Der Verbraucherzentrale Bundesverband arbeitet gemeinsam mit dem ADAC eine Musterfeststellungsklage aus, der sich betroffene Kunden anschließen können.
  • Im September 2018 beginnt vor dem Oberlandesgericht Braunschweig ein Prozess um möglichen Schadenersatz für VW-Aktionäre.
  • Im Juni 2018 ordnet Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einen Rückruf von 238.000 Daimler-Dieselfahrzeugen an, auch bei ihnen soll die Abgasreinigung illegal manipuliert sein. Daimler kündigt Widerspruch gegen die Anordnung an.
  • Vorwürfe, lange Zeit Abgaswerte manipuliert zu haben, werden auch gegen nichtdeutsche Autohersteller wie Renault und Fiat laut.
10.09.18

Anleger fordern neun Milliarden Euro von VW

In Braunschweig beginnt ein Musterprozess zum möglichen Schadensersatz von VW-Anlegern. Es geht um die Frage, ob der Autokonzern den Kapitalmarkt zu spät über die Abgasmanipulationen informiert hat. mehr lesen

© Jose Castanares/AFP/Getty Images
27.08.18

Larry Thompson soll VW nach dem Abgasskandal für die US-Justiz kontrollieren – und mahnt in einem Bericht Verstöße an. Derweil kündigt der Konzern mehreren Mitarbeitern. mehr lesen

03.08.18

Wusste der damalige VW-Chef schon 2007 von dem Abgasbetrug? Das legen einem Bericht zufolge Zeugenaussagen nahe. Martin Winterkorn will erst 2015 davon erfahren haben. mehr lesen

13.07.18

Der Autozulieferer Bosch darf Unterlagen in Zusammenhang mit dem Dieselskandal bei Volkswagen nicht zurückhalten. Bosch teilte mit, man werde eventuell gegen das Urteil des Stuttgarter Landgerichts vorgehen. mehr lesen

21.06.18

VW muss eine Milliarde Euro Bußgeld an Niedersachsen zahlen. Einige Bundesländer finden, das Geld müsse an alle gehen – schließlich sei durch die Abgasmanipulationen bundesweit Schaden entstanden. mehr lesen

19.06.18

Audi-Chef Rupert Stadler ist in Untersuchungshaft und solange vom Autohersteller beurlaubt. Der Vertriebsvorstand Bram Schot übernimmt vorübergehend den Chefposten. mehr lesen

18.06.18

Audi-Chef in Untersuchungshaft

Der Vorstandsvorsitzende von Audi, Rupert Stadler, wird wegen Verdunkelungsgefahr festgenommen. Ihm wird Betrug beim Verkauf von Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung vorgeworfen. mehr lesen

© Michael Sohn/AP/dpa
13.06.18

Volkswagen muss eine Milliarde Euro Bußgeld zahlen

Im Dieselskandal hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen den VW-Konzern ein Bußgeld von einer Milliarde Euro verhängt. Das Unternehmen teilte mit, es akzeptiere das. Von der Entscheidung unberührt bleiben die bei den Gerichten anhängigen zivilrechtlichen Verfahren, etwa die Klagen der Autokäufer sowie die in Braunschweig weitergeführten strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen derzeit 49 Personen. mehr lesen

© Sean Gallup/Getty Images
11.06.18

Daimler muss 238.000 Dieselfahrzeuge zurückrufen

Daimler muss Hunderttausende Dieselfahrzeuge in die Werkstätten holen. Verkehrsminister Andreas Scheuer ordnete den Rückruf an: In den Autos soll die Abgasreinigung manipuliert sein. Europaweit sind 774.000 Fahrzeuge betroffen. mehr lesen

© Thomas Niedermueller/Getty Images
11.06.18

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Audi-Chef

Seit mehr als einem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen die Volkswagen-Tochter Audi. Nun führt sie auch Audi-Chef Rupert Stadler als Beschuldigten. Es geht um die Manipulation der Abgasreinigung in Dieselfahrzeugen. Die Staatsanwälte werfen Stadler Betrug vor. mehr lesen

06.06.18

Manipulationsverdacht gegen Daimler

Auch der Autokonzern Daimler steht nun im Verdacht, Dieselfahrzeuge manipuliert zu haben. Bei mehreren Mercedes-Modellen soll nicht genug Harnstofflösung zur Abgasreinigung eingespritzt worden sein. Laut ZEIT könnten bis zu 900.000 Fahrzeuge betroffen sein. mehr lesen

04.05.18

Nach der Anklage gegen Martin Winterkorn haben die US-Justizbehörden auch Haftbefehl gegen den ehemaligen VW-Konzernchef erlassen. Ein Verfahren vor einem US-Gericht muss Winterkorn aber so schnell nicht fürchten. Solange er in Deutschland bleibt, wird er nach Angaben des Bundesjustizministeriums nicht an die USA ausgeliefert. mehr lesen

03.05.18

US-Justiz klagt Winterkorn an

Das US-Justizministerium beschuldigt den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn der Mittäterschaft im Diesel-Abgasskandal. In der Anklageschrift wird ihm vorgeworfen, Teil einer Verschwörung zum Verstoß gegen US-Umweltgesetze gewesen zu sein. mehr lesen

©Fabrizio Bensch/Reuters
18.04.18

Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchen zehn Gebäude von Porsche und sichern Unterlagen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Autohersteller vor, an der Manipulation der Abgasreinigung von Dieselautos beteiligt gewesen zu sein. mehr lesen

12.04.18

Der bisherige Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Matthias Müller, scheidet mit sofortiger Wirkung aus seinem Amt. Der Aufsichtsrat beruft Herbert Diess, bislang Chef der Marke VW, zu Müllers Nachfolger. mehr lesen

20.03.18

Razzia bei BMW

Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt auch gegen BMW wegen Betrugsverdacht bei der Abgasreinigung. Außerdem wurden VW-Räume in Wolfsburg wegen des Verdachts auf Marktmanipulation durchsucht. mehr lesen

23.02.18

BMW hat Tausenden Dieselfahrzeugen die falsche Software aufgespielt. Der Autohersteller will die betroffenen Wagen nun zurückrufen und die richtige Software aufspielen. Nun muss geprüft werden, ob BMW doch in die Abgasaffäre verwickelt ist. mehr lesen

30.01.18

VW zieht Konsequenzen aus umstrittenen Abgasversuchen mit Affen: Der Konzern verspricht, in Zukunft Tierversuche komplett auszuschließen. Die Gesundheit der eingesetzten Langschwanzmakaken werde geprüft. mehr lesen

27.01.18

Eine von VW, Daimler, BMW und Bosch finanzierte Organisation hat schon 2014 Tierversuche mit Autoabgasen in Auftrag gegeben. Das wird erst jetzt im Zuge der US-Verfahren gegen VW im Abgasskandal bekannt. Die Forscher wussten aber nicht, dass der Motor des verwendeten VW Beetle ebenfalls die Manipulationssoftware enthielt. VW entschuldigt sich für den Test.  mehr lesen

13.01.18

In der Abgasaffäre akzeptiert Volkswagen weitere Entschädigungen: In Kanada muss der Konzern nun 192 Millionen Euro an betroffene Kunden zahlen. Es geht um Dieselfahrzeuge mit 3,0-Liter-Motoren: VW Touareg, Porsche Cayenne sowie verschiedene Varianten des Audi Q7. mehr lesen

06.12.17

VW-Manager muss in den USA sieben Jahre ins Gefängnis

Der VW-Manager Oliver Schmidt ist in den USA zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Er hatte sich im Abgasskandal schuldig bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, schon Jahre vor dem Auffliegen des Betrugs von den Manipulationen gewusst und US-Behörden getäuscht zu haben. mehr lesen

©Hannes Breustedt/dpa
21.07.17

VW, Audi, Porsche und Daimler sollen Kartell gebildet haben

Die führenden deutschen Autohersteller sollen laut Medienberichten seit den 1990er Jahren ein Kartell gebildet haben. Demnach wurde unter anderem abgesprochen, nur einen kleinen AdBlue-Tank einzubauen – die AdBlue-Lösung reduziert Stickoxide in Dieselabgasen. mehr lesen

© Sean Gallup/Getty Images/Reuters
18.07.17

Die Staatsanwaltschaft verdächtigt auch Daimler, Abgaswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Eine große Rückrufaktion soll Vertrauen schaffen.  mehr lesen

10.07.17

Auch Porsche könnte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen manipuliert haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Betruges gegen mehrere Mitarbeiter. mehr lesen

07.07.17

Ein ehemaliger Audi-Manager hat die Betrugssoftware bei der VW-Tochter angeordnet, das glaubt zumindest das US-Justizministerium. Er wurde in Deutschland festgenommen. mehr lesen

01.06.17

Verkehrsminister Dobrindt bestätigt, was lange vermutet worden war: Auch in Deutschland hat die VW-Tochter Audi Abgaswerte mit Hilfe von verbotener Software manipuliert. mehr lesen

10.05.17

Ermittlungen gegen VW-Chef Müller

Hat VW seine Anleger früh genug über die Vorwürfe der Abgasmanipulation informiert? Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft den Verdacht der Kursmanipulationen und ermittelt gegen Konzernchef Müller. mehr lesen

© Ronny Hartmann/AFP/Getty Images
10.03.17

Vor einem Bundesgericht in Detroit hat sich Volkswagen wegen Betrugs im Dieselskandal schuldig bekannt. Das Eingeständnis war Teil eines Deals mit den US-Behörden. mehr lesen

08.03.17

Merkel bestreitet Regierungsversagen im VW-Skandal

Angela Merkel bestreitet vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Abgasskandal ein Staatsversagen: Die Aufsichtsbehörden hätten nicht weggeschaut. Eine Erklärung dafür, dass VW jahrelang bei den Abgasmessungen tricksen konnte, hat die Kanzlerin aber auch nicht.  mehr lesen

03.02.17

Wann wusste der damalige VW-Chef Martin Winterkorn von den Abgasmanipulationen? Erst kurz vor Bekanntwerden des Betrugs, behauptet er selbst. Dem widersprach nun laut "Spiegel" der frühere Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch in einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft. mehr lesen

01.02.17

Der Autozulieferer Bosch entschädigt Kläger in den USA: Man habe sich auf eine Vergleichszahlung von rund 304 Millionen Euro geeinigt, teilte das Unternehmen mit. Im Gegensatz zu VW hat Bosch aber kein Fehlverhalten eingeräumt. mehr lesen

27.01.17

Staatsanwälte ermitteln gegen Winterkorn wegen Betrugsverdachts

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen gegen Martin Winterkorn aus. Sie sieht "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" dafür, dass der Ex-VW-Chef früher als von ihm behauptet vom Abgasbetrug in seinem Unternehmen gewusst haben könnte. mehr lesen

19.01.17

Winterkorn bestreitet, frühzeitig vom Abgasbetrug gewusst zu haben

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Rücktritt als VW-Vorstandschef bleibt Martin Winterkorn dabei: Er habe auch erst im September 2015 vom Abgasbetrug mit Dieselmotoren erfahren, sagte er vor dem Bundestags-Untersuchungsausschusss zur Abgasaffäre. Warum kein Mitarbeiter ihm frühzeitig das Problem schilderte, könne er sich auch nicht erklären.  mehr lesen

© Odd Andersen/AFP/Getty Images
11.01.17

VW und US-Justiz handeln Vergleich aus

Volkswagen hat sich des Betrugs, der Verschwörung und Behinderung der Justiz für schuldig erklärt. Der Konzern muss 4,3 Milliarden Dollar an Bußgeldern und Strafe zahlen. mehr lesen

© Mark Blinch/Reuters
09.01.17

Die US-Bundespolizei FBI hat einem Bericht zufolge einen VW-Manager festgenommen, der über den Dieselskandal gut informiert war. Er soll maßgeblich beim Vertuschen geholfen haben. mehr lesen

03.01.17

Entschädigung für VW-Kunden gab es bisher nur in den USA. Verbraucherschützer wollen das ändern: Sie reichten eine erste Musterklage ein. Der Kläger verlangt die Rücknahme seines Dieselautos mit manipuliertem Motor. Der Klage könnten sich Tausende anschließen. mehr lesen

18.11.16

VW streicht 30.000 Stellen

Betriebsrat und Vorstand einigen sich auf massive Stellenkürzungen. Betroffen sind vor allem deutsche Standorte: Bis 2025 sollen hier 23.000 Stellen abgebaut werden. Mit dem Schritt soll der Konzern nach der Abgasaffäre fit für die Zukunft gemacht werden. mehr lesen

06.11.16

Im Abgasskandal steht nach dem ehemaligen VW-Chef Winterkorn nun auch Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch im Fokus der Ermittler. Er wird verdächtigt, in die Marktmanipulation verwickelt zu sein – der Vorwurf dreht sich darum, ob VW die Aktienmärkte früher über die US-Ermittlungen hätte informieren müssen. Pötsch war damals Finanzvorstand des Konzerns. mehr lesen

03.11.16

VW will in Europa keine Gesetze gebrochen haben

Volkswagen ist der Ansicht, dass die Abgas-Software EU-Regelungen entspreche. Das umstrittene Programm in den Dieselmotoren stelle "keine unzulässige Abschalteeinrichtung nach europäischem Recht" dar, sagte ein Konzernsprecher. Ganz anders sei es in den USA – dort einigte sich der Konzern auf Schadenersatz.  mehr lesen

25.10.16

Die Kunden in den USA können zufrieden sein: Sie können ihre manipulierten Dieselfahrzeuge loswerden und werden entschädigt. Ein US-Gericht stimmte dem Vergleich zu. mehr lesen

19.10.16

Rückruf bei VW nur sehr schleppend

Eigentlich wollte Volkswagen die Korrektur der manipulierten Dieselmotoren bis Ende 2016 weitgehend abschließen. Doch das scheint nicht machbar zu sein: Einem Bericht zufolge wurde in Deutschland bisher nicht mal jedes zehnte betroffene Auto umgebaut. mehr lesen

© Fabian Bimmer/Reuters
01.10.16

Der Autokonzern hat sich im Abgasskandal mit Hunderten amerikanischen Vertragshändlern auf einen Vergleich geeinigt. Sie sollen mehr als eine Milliarde Dollar erhalten. mehr lesen

09.09.16

Erste Strafanzeige gegen VW-Mitarbeiter

In den USA hat ein Volkswagen-Ingenieur zugegeben, Teil einer "Verschwörung" gewesen zu sein. Ziel sei die Täuschung von Kunden und Behörden gewesen. Zuvor war Strafanzeige gegen ihn erstattet worden.  mehr lesen

© Mike Blake/Reuters
06.09.16

Im VW-Abgasskandal soll Zulieferer Bosch jahrelang gewusst haben, dass seine Software für geschönte Ergebnisse eingesetzt wurde. Das geht aus Teilen der Anklage hervor. mehr lesen

26.07.16

Gericht genehmigt Milliarden-Vergleich in den USA

VW macht einen großen Schritt bei der Bewältigung der Abgas-Affäre: Ein Gericht hat dem milliardenschweren Vergleich zur Beilegung Hunderter Zivilklagen seine vorläufige Zustimmung gegeben. Die Kläger müssen dem Vergleich aber noch endgültig zustimmen. mehr lesen

© Jewel Samad/AFP/Getty Images
03.07.16

VW-Chef Matthias Müller lehnt eine Entschädigung der vom Dieselskandal betroffenen europäischen Kunden ab – anders als die der US-Kunden. In den USA sei die Sachlage anders, sagt Müller in einem Interview. Außerdem: Entschädigungen für europäische Kunden würden Volkswagen überfordern. mehr lesen

28.06.16

VW zu Zahlung von 14,7 Milliarden Dollar in USA bereit

Im Abgasskandal hat Volkswagen sich in den USA mit den Behörden auf eine Zahlung von 14,7 Milliarden Dollar (rund 13,3 Milliarden Euro) geeinigt. Gut zehn Milliarden Dollar sind für den Rückkauf manipulierter Dieselautos vorgesehen, weitere fast fünf Milliarden Dollar soll VW in zwei Umweltfonds einzahlen. mehr lesen

© Jewel Samad/AFP/Getty Images
20.06.16

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Konzernchef Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Ermittlungen gegen Martin Winterkorn, den früheren Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen, aufgenommen. Auch gegen eine weitere Person werde ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die beiden hätten bewusst Informationen über die manipulierten Abgaswerte zurückgehalten, um den Wert der VW-Aktien nicht einbrechen zu lassen. mehr lesen

22.04.16

VW schreibt für 2015 Milliardenverlust

Wegen des Abgasskandals legt der Volkswagen-Konzern mehr als 16 Milliarden Euro zurück. Dadurch verbucht das Unternehmen für das vergangene Jahr einen operativen Verlust von 4,1 Milliarden Euro.  mehr lesen

© Alexander Koerner/Getty Images
22.04.16

Nach Bekanntwerden der VW-Manipulationen an Dieselmotoren ließ das Verkehrsministerium die Abgase vieler Modelle nachmessen. Jetzt bessern die Hersteller Porsche, Audi, VW, Daimler und Opel insgesamt rund 630.000 Autos nach – freiwillig, wie sie betonen. mehr lesen

10.03.16

US-Chef von VW tritt zurück

Sechs Monate nach Beginn der Abgasaffäre räumt Michael Horn seinen Posten als Volkswagen-Chef in den USA. Die Ermittlungen gegen den Konzern wurden kürzlich ausgeweitet. mehr lesen

© Lucy Nicholson/Reuters
07.03.16

Konzernvorstand verheimlichte Abgasmanipulation

Eine Stellungnahme des VW-Konzerns für das Landgericht Braunschweig zeigt: Der Vorstand wusste schon Wochen vor Bekanntwerden der Abgasmanipulation von dem Betrug. Die Führungsspitze setzte aber auf Geheimhaltung und hoffte, sich in Verhandlungen mit den US-Behörden auf eine Strafzahlung einigen zu können. mehr lesen

© Odd Andersen/AFP/Getty Images
13.01.16

VW-Chef Müller reist vergeblich in die USA, um die Krise um manipulierte Dieselautos zu lösen. Ein Gespräch mit der Chefin der Umweltbehörde ist kurz und endet ergebnislos, und in einem missratenen Interview blitzt die Arroganz deutscher Ingenieure wieder auf. Ein Kommentar von Dietmar H. Lamparter. mehr lesen

04.01.16

US-Regierung verklagt VW wegen Abgasmanipulation

Das US-Justizministerium hat wegen des Abgasskandals eine Klage gegen Volkswagen eingereicht. Dem deutschen Autobauer werde ein Verstoß gegen das Luftreinheitsgesetz zur Last gelegt, teilte das Ministerium mit. Dem Konzern droht eine Milliardenstrafe. mehr lesen

01.12.15

Volkswagen spürt die Folgen des Abgasskandals: Im November hat die Kernmarke VW in den USA 25 Prozent weniger Autos verkauft als im gleichen Vorjahresmonat. mehr lesen

25.11.15

VW präsentiert für den deutschen Markt eine Lösung: ein Software-Update und ein Luftgleitgitter für etwa zehn Euro sollen bereits Abhilfe schaffen. mehr lesen

23.11.15

Audi gesteht Manipulation in den USA

Die VW-Tochter Audi gibt zu, in den USA gleich drei Programme in seinen Drei-Liter-Diesel-Modellen genutzt zu haben, die manipulativ sind. mehr lesen

28.10.15

VW schreibt Milliardenverlust

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bringt Volkswagen den ersten Quartalsverlust seit mehr als 20 Jahren ein. Im dritten Quartal 2015 verbucht der Konzern ein Nettoergebnis von minus 1,7 Milliarden Euro. Grund für die tiefroten Zahlen sind hohe Rückstellungen im Umfang von 6,7 Milliarden Euro, die der Konzern wegen drohender Strafen und Kosten im Zusammenhang mit der Abgasaffäre vorgenommen hat. mehr lesen

15.10.15

Das Kraftfahrtbundesamt ordnet den Rückruf von 2,4 Millionen Volkswagen-Fahrzeugen in die Werkstätten an. Es ist damit nicht mehr den Fahrzeughaltern überlassen, ob sie das Angebot von VW zur Nachbesserung annehmen oder nicht. mehr lesen

07.10.15

VW beginnt Rückrufaktion im Januar 2016

Das Kraftfahrtbundesamt hat von VW den Plan zur Korrektur der manipulierten Dieselfahrzeuge erhalten. Laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt will VW im Januar 2016 mit den betroffenen 2,0-Liter-Motoren beginnen. Diese benötigten lediglich Änderungen an der Software. Die Motoren mit geringerem Hubraum benötigten "mit großer Sicherheit" technische Anpassungen, die nicht vor September 2016 zu erwarten seien. mehr lesen

07.10.15

Erste Klage gegen VW in Deutschland wegen der manipulierten Motoren: Eine Frau aus Bochum verlangt Schadenersatz vom Autohersteller. Die angeblich niedrigen Abgaswerte seien kaufentscheidend gewesen, teilt ihr Rechtsanwalt mit. Die Weiternutzung "eines nicht schadstoffarmen Kraftfahrzeugs" sei für die Klägerin "unzumutbar". mehr lesen

29.09.15

Die VW-Aktionäre haben wegen des Abgasskandals in einer Woche etwa 28 Milliarden Euro Wertverlust erlitten. Bald werden Gerichte entscheiden, wer dafür zahlen muss. Verbraucherschützer sehen gute Chancen für Kunden, Schadenersatz zu erhalten.  mehr lesen

28.09.15

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht dem Vorwurf des Betruges gegen den zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn nach. Unter anderem der Volkswagen-Konzern selbst habe Anzeige erstattet, allerdings gegen unbekannt, hieß es in der Mitteilung.  mehr lesen

25.09.15

Porsche-Chef übernimmt Vorstandsvorsitz bei Volkswagen

Der VW-Aufsichtsrat hat den Favoriten gewählt: Matthias Müller (62), seit 2010 Chef beim Sportwagenhersteller Porsche, wird Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg. Er folgt Martin Winterkorn, der zwei Tage vorher zurückgetreten ist. mehr lesen

© Kai Pfaffenbach/Reuters
25.09.15

Von den Abgas-Manipulationen von Volkswagen sind in Deutschland 2,8 Millionen Fahrzeuge betroffen. Nach aktueller Kenntnis seien das Fahrzeuge mit 1,6- und 2,0-Liter-Dieselmotoren, sagt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. mehr lesen

23.09.15

VW-Chef Martin Winterkorn tritt zurück

Martin Winterkorn zieht die Konsequenzen aus der Abgas-Affäre bei Volkswagen. Als Vorstandsvorsitzender übernimmt er die Verantwortung für die Manipulationen bei Dieselmotoren. Seit Januar 2007 war er Konzernchef. mehr lesen

© Sean Gallup/Getty Images
23.09.15

US-Justiz ermittelt gegen VW

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates New York nimmt Ermittlungen im VW-Abgasskandal auf. US-Politiker fordern Gefängnisstrafen für die Verantwortlichen. VW beauftragt für die anstehenden Verfahren die US-Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis, die BP nach der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon vertrat. mehr lesen

22.09.15

Abgas-Manipulation betrifft elf Millionen Autos

Die Affäre um Manipulationen bei Abgasmessungen in den USA veranlasst VW zu einer Gewinnwarnung. Im dritten Quartal werden rund 6,5 Milliarden Euro ergebniswirksam zurückgestellt. Zugleich räumt der Konzern ein, dass das Problem nicht auf die USA begrenzt ist: Weltweit seien etwa elf Millionen Fahrzeuge betroffen. mehr lesen

20.09.15

Volkswagen gibt Abgas-Manipulation zu

Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen im großen Ausmaß in den USA zu. Der Vorwurf der US-Umweltschutzbehörde EPA treffe zu, man arbeite mit der Behörde zusammen. VW-Chef Martin Winterkorn kündigt eine externe Untersuchung an. mehr lesen

© Scott Olson/Getty Images
18.09.15

VW ruft in den USA fast 500.000 Autos zurück

Volkswagen muss die Software von 482.000 Autos in den USA überarbeiten und dafür die Fahrzeuge zurückrufen. Die US-Umweltbehörde wirft dem Autohersteller vor, mit einer Software bewusst Abgasgrenzwerte umgangen zu haben. mehr lesen

Frühere Ereignisse:

  • Im Sommer 2007 führt Volkswagen einen neuen Dieselmotor mit der Typbezeichnung EA 189 in Europa und später in den USA ein. Dort gilt der Dieselantrieb als schmutzig. Um ihn den Amerikanern schmackhaft zu machen, wird der neue Motor als "Clean Diesel" beworben.
  • VW verzichtet auf die aufwändige Stickoxid-Reinigung mittels Harnstoffeinspritzung und setzt einfachere NOx-Speicherkatalysatoren ein. Diese genügen offenbar nicht, um die amerikanischen Stickoxid-Grenzwerte, die niedriger sind als die europäischen, zu erfüllen. Nun beginnt man, mit der Motorsteuerungssoftware zu tricksen. Ungeklärt ist, wer diesen Betrug in Auftrag gab oder davon wusste.
  • Im Mai 2014 stellt das International Council on Clean Transportation (ICCT) fest, dass ein US-Jetta und ein US-Passat auf der Straße um ein Vielfaches höhere Stickoxidwerte aufweist als im Labor – anders als ein ebenfalls gemessener BMW X5. Belege für Manipulation hat die Non-Profit-Organisation allerdings nicht. Sie informiert die US-Umweltbehörde EPA und die kalifornische Luftreinheitsbehörde Carb.
  • Die Behörden fordern von VW eine Erklärung. Der Konzern beruft sich auf einen Softwarefehler und ruft in den USA im Dezember 2014 etwa eine halbe Million Fahrzeuge mit dem Dieselmotor EA 189 zurück, um nach eigenen Angaben mit einem Software-Update das Abgasproblem zu beheben.
  • Im Mai 2015 misst Carb noch einmal nach: Die Abgaswerte auf der Straße sind immer noch viel zu hoch. Carb testet VW-Fahrzeuge zudem in einem abgewandelten Fahrzyklus, in dem die Autos ebenfalls die Grenzwerte überschreiten.
  • Im Juli 2015 informieren die Behörden VW über die Ergebnisse des Nachtests und verlangen vom Unternehmen eine Erklärung. Andernfalls könne man den Modellen des Baujahrs 2016 keine Zulassung erteilen.
  • Angesichts dieser Drohung gesteht VW am 3. September 2015 gegenüber Carb und EPA ein, dass die Dieselfahrzeuge mit einer Abschalteinrichtung versehen sind, die die Abgaskontrolle des Fahrzeugs umgehen. Am 18. September fordert Carb in einem Brief an VW of America eine Korrektur der betroffenen Fahrzeuge.