1. Der Markt braucht Regeln

Gebrauchtwagenhändler haben einen schlechten Ruf. Früher war der noch schlechter. Ich habe mir immer Danny de Vito als Gebrauchtwagenhändler in der alten Zeit vorgestellt. Mit dem Bild im Kopf vom dicken, kleinen Mann mit Zigarre im Mund kann man gut erklären, warum ein Markt Regeln braucht. Denn erst seit Gebrauchtwagenhändler die Qualität ihrer verkauften Autos für eine Zeit nach dem Kauf gewährleisten müssen, kann ich dort ein Auto kaufen, ohne davon auszugehen, dass die Karre an der nächsten Ecke stehenbleibt. Und erst seit dieser Zeit haben faire Gebrauchtwagenhändler eine Chance gegen Konkurrenz, die nur ihre Kunden besch… Markt braucht Regeln, um zu funktionieren.

2. Die Regeln sollten gut sein

Regeln allein reichen aber nicht, die Regeln müssen gut konzipiert sein, und ihre Einhaltung muss ordentlich kontrolliert werden. Ohne gute Regeln geht es meist daneben. Aktuelles Beispiel: Wenn die Regeln besagen, dass Ärzte für die Behandlung von Privatpatienten deutlich mehr Geld erhalten als für die gleiche Behandlung bei Kassenpatienten, sorgen diese Regeln dafür, dass viele Ärzte Privatpatienten bevorzugt behandeln.

3. Kontrolle ist besser

Auf dem Markt gibt es nichts umsonst. Wenn Angebote ungewöhnlich günstig sind, ist Skepsis geboten. Denn wir alle müssen leben und brauchen dafür ein Einkommen, auch Anbieter und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Ein besonders günstiges Angebot kann eine Werbung für ein neues Produkt oder einen neuen Anbieter sein. Oder es kann schlicht Abzocke sein. Wenn wir verstanden haben, warum ein Angebot günstig ist und wir es immer noch wahrnehmen wollen, haben wir einen sehr wichtigen Schritt gemacht. Eine Null-Prozent-Finanzierung ist nur wirklich günstig, wenn wir die Raten nicht aus dem Dispo bezahlen.

4. Nur die besten sind wirklich transparent

Nur die besten Anbieter streben nach Transparenz. Wenn von 50 Angeboten nur drei wirklich gut sind, dann haben diese drei Anbieter ein echtes Interesse an Transparenz. Denn jeder soll sehen, dass ihr Produkt oder ihre Dienstleitung gut ist. Die 47 anderen haben gegenteilige Interessen. Könnten die Kunden erkennen, dass deren Angebot schlechter ist, würde niemand mehr die 47 anderen Produkte kaufen. Ein Fehlkauf ist ärgerlich, aber nicht so schlimm bei einem Paar Schuhe. Ein Fehlkauf wird aber sehr teuer zum Beispiel in der Altersvorsorge. Und weil das so ist, braucht es die Medien und Verbraucherportale, die den Kunden helfen, die Angebote auf dem Markt zu verstehen.

5. Treue zahlt sich nicht aus

Treue wird auf anonymen Märkten nicht belohnt. Wenn ein Anbieter wachsen will, muss er viel tun, um neue Kunden zu gewinnen, und wird oft nur das Nötigste tun, um alte zu behalten. Machen Sie sich diesen Mechanismus zugute und wechseln Sie hin und wieder. Es ist gar nicht schwer, sich ein bisschen zu beschäftigen und bei Strom, Heizung und Krankenkasse an einem Samstagmorgen 1.000 Euro für ein Jahr zu sparen.

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6. Kurz ist verständlicher

Viel Information hilft nicht zwangsläufig viel. Es kommt auf die richtige Information an. Wenn Kunden zu einem Vertrag 10, 20 oder 100 Seiten Kleingedrucktes überreicht werden, ist das keine gute Information mehr. Im Gegenteil: Das Ganze wird dadurch intransparenter. Bei einem Test der Stiftung Warentest überreichte ein Versicherer einer Testperson einen USB-Stick mit über 20.000 Seiten Versicherungsbedingungen, die Information war zwar vollständig, aber alles andere als hilfreich. Chefs wollen gewöhnlich von ihren Mitarbeitern Entscheidungsvorlagen auf einer Seite. Das Recht hat König Kunde auch – auf ein Produktinformationsblatt mit allen wesentlichen Infos.

7. Dispo lohnt sich meistens nicht

Die Zinsen, die Sie für Ihre Schulden zahlen, sind immer höher als die Zinsen, die Sie sicher bei der Geldanlage erzielen können. Ihr Dispozins liegt bei 10 Prozent, einen Ratenkredit gibt es für um die 5 Prozent. Bei einem guten, sehr guten Tagesgeldkonto bekommen Sie heute 0,6 Prozent Zinsen. Bei Festgeld gibt es etwas mehr. Wenn Sie also mal in den Dispo rutschen, aber noch ein paar Euro gespart haben, unbedingt damit die Schulden ausgleichen.   

8. Risiken und Laufzeiten verstehen

Beim Geldanlegen gilt es zwei Dinge zu bedenken: Wie lange kann ich das Geld anlegen und wie groß ist das Risiko, das ich vertragen kann? Daraus ergeben sich dann die Chancen auf Rendite. Plakativ gesagt: Wer alles auf die 17 setzt, hat die Chance, viel zu gewinnen, trägt aber ein großes Risiko, alles zu verlieren.

9. Mehr Risiko, mehr Rendite

Mehr Rendite ist nicht ohne mehr Risiko zu haben. Wer als Geldanleger deutlich mehr erwirtschaften will als die Mehrzahl, muss oft einen anderen Weg gehen als die Mehrheit der Manager und dabei auch noch das Richtige entscheiden. Das gelingt nur wenigen. Seien Sie vorsichtig bei Menschen, die in die Zukunft sehen können und über eine Glaskugel verfügen. Wenn Sie nicht die Geldanlage zum Hobby machen wollen, ist es sinnvoll, sein Geld einfach in Indexfonds zu stecken. Wichtig: Mindestens 10, besser 15 Jahre sollten Sie aber dabeibleiben, um das Verlustrisiko zu minimieren.

10. Nicht alle Eier in den gleichen Korb

Langfristig kommt es für die meisten Menschen darauf an, bei der Geldanlage und im Leben keine großen Fehler zu machen. Wer nicht immer alle Eier in den gleichen Korb packt, verringert das Risiko auf einen Totalverlust, wenn eben dieser Korb umfällt. Wer schon Job und Rente in Deutschland hat, sollte sein Geld in Aktien international anlegen.

Der Markt braucht also gute Regeln. Und für diese Regeln brauchen wir ein Bild, wie gute Gesellschaft aussehen kann. Gleiche Lebensbedingungen für alle zum Beispiel. Früher war dann immer ein bisschen pathetisch die Rede von der sozialen Marktwirtschaft. Die Mütter und Väter unserer Verfassung haben das vor 70 Jahren viel plakativer auf den Punkt gebracht: Eigentum verpflichtet. Steht in Artikel 14 unseres Grundgesetzes. Mit dem Nachsatz:  "Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."