Insgesamt beschäftigten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes im August des laufenden Jahres 5,03 Millionen Menschen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Das sind 229.000 oder 4,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. "Seit Januar 1995 ist der prozentuale Rückgang der Beschäftigtenzahl im Vergleich zu einem Vorjahresmonat noch nie so stark gewesen wie in diesem Monat", berichteten die Wiesbadener Statistiker.

Die exportabhängige Industrie hatte Anfang des Jahres wegen der weltweiten Rezession die heftigsten Auftragseinbrüche der Nachkriegszeit erlitten. Seit März zieht die Nachfrage von Monat zu Monat zwar wieder an. Das Niveau reicht dem Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHK) zufolge aber nicht aus, um den Stellenabbau aufzuhalten. Noch immer seien die meisten Betriebe nicht ausgelastet.

Den stärksten Stellenabbau gab es bei den Herstellern von Metallerzeugnissen: Hier fielen 6,3 Prozent der Jobs weg. Bei den Produzenten von Gummi- und Kunststoffwaren waren es 5,6 Prozent weniger. Die Autoindustrie baute 5,1 Prozent der Arbeitsplätze ab, die Maschinenbauer 4,1 Prozent. Die Nahrungs- und Futtermittelindustrie stockte ihre Belegschaft gegen den Trend um 1,6 Prozent auf.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sank um 10,2 Prozent auf 562 Millionen. "Dies ist auch eine Folge der starken Nutzung der Kurzarbeit", hieß es. Die Bruttolöhne und -gehälter fielen um 7,5 Prozent auf 16 Milliarden Euro. In der Statistik werden nur Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten berücksichtigt.