Die Bank of America hat dem US-Fiskus die im Zuge der Finanzkrise beanspruchten Staatshilfe auf einen Schlag zurückerstattet: Die insgesamt 45 Milliarden Dollar (gut 30 Milliarden Euro) seien an das Finanzministerium überwiesen worden, teilte das Institut am Mittwoch in Charlotte mit. Damit habe die Bank alle Gelder aus dem staatlichen Bankenrettungspaket Tarp zurückgezahlt.

Das Institut hatte sich über Wandelanleihen gut 19 Milliarden Dollar frisches Geld bei Investoren besorgt. Den Rest der Summe nahm sie aus der eigenen Kasse, die unter anderem durch Spartenverkäufe gut gefüllt war.

Bankchef Kenneth Lewis bedankte sich ausdrücklich beim amerikanischen Steuerzahler: Die Geldspritze habe durch eine sehr schwierige Zeit geholfen. Allerdings habe die Bank nun eine schwere Bürde abgestreift. Das US-Institut musste für die milliardenschweren Hilfen hohe Gebühren zahlen. Zudem wollen viele Banken die Gelder aus dem Tarp-Programm rasch zurückgeben, um den Einfluss der Regierung auf Managergehälter und Dividendenzahlungen zu beenden.

Die Bank of America hatte sich zum Höhepunkt der Finanzkrise mit der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch verhoben. Dort taten sich im Laufe der Zeit immer neue Milliardenlöcher durch faule Wertpapiere auf. Trotz der Staatshilfen verbuchte die Bank im dritten Quartal dieses Jahres einen Milliardenverlust. Bankchef Lewis quittiert wegen der desolaten Lage zum Jahresende seinen Dienst. Allerdings hat sich an seiner millionenschweren Abschiedsvergütung heftige Kritik entzündet.

Die USA verlängerten derweil das zum Jahresende auslaufende Rettungspaket bis Oktober 2010. Es würden aber nicht mehr als 550 Milliarden Dollar aus dem Topf benötigt, schrieb US-Finanzminister Timothy Geithner in einem Brief an den US-Kongress. Das Tarp-Programm ist insgesamt 700 Milliarden Dollar schwer.