Das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim wird nicht die neue Europa-Zentrale von General Motors. Opel-Sprecher Andreas Kroemer bestätigte in Teilen einen Vorabbericht der Zeitschrift Automobilwoche, wonach die bisherige GM-Europa-Zentrale in Glattbruck bei Zürich aufgelöst und es die Europa-Zentrale in der neuen Organisationsstruktur so nicht mehr geben werde. Gleichwohl würden von Rüsselsheim aus fortan "alle zentralen Funktionen von Opel und Vauxhall gesteuert". Die frühere GM-Europa-Zentrale bei Zürich bleibe die Verwaltung der GM-Tochter Chevrolet sowie von Opel Schweiz, wie Mitte November bekanntgegeben.

"Es wird keine GM-Europa-Zentrale geben, weil es kein GM Europa mehr gibt", sagte der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. "Die Marken Opel und Chevrolet werden getrennt, Opel Europa sitzt dann in Rüsselsheim und Chevrolet in Zürich. Dann brauchen wir auch keinen Überbau mehr", erläuterte Franz. Opel und GM betonten in einer gemeinsamen Mitteilung noch zur Klarstellung: "Wie angekündigt wird die Zürcher Zentrale zum Jahresende aufgelöst. Stattdessen werden die Marken von ihren jeweiligen Markenzentralen aus geleitet." Ein "Umzug von GM Europe" sei nie vorgesehen gewesen und nie angekündigt worden, hieß es weiter.

Insgesamt sollen früheren Angaben zufolge rund 150 GM-Mitarbeiter aus Zürich bis Ende des Jahres umziehen. Etwa 20 von ihnen wechseln laut Kroemer nach Rüsselsheim. Das Opel-Stammwerk südwestlich von
Frankfurt am Main ist mit rund 15.600 Mitarbeitern das Herz von Opel.