2848 Unternehmen mussten im Oktober 2009 Insolvenz anmelden – 15,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das ist der größte Anstieg seit März, wie jetzt veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. In den ersten zehn Monaten 2009 gingen damit 27.565 Firmen pleite, 11,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Statistiker gehen davon aus, dass sich die Zahl bis Jahresende auf 34.000 erhöht. Das wären so viele Pleiten wie seit 2006 nicht mehr.

Deutlich geringer stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen. Deren Zahl erhöhte sich im Oktober um 4,2 Prozent auf 8929. Die offenen Forderungen der Gläubiger gegenüber Firmen, Verbrauchern sowie anderen privaten Schuldnern und Nachlässen bezifferten die Gerichte für Oktober auf 3,4 Milliarden Euro. Das waren 300 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Wegen der Wirtschaftskrise mussten auch viele bekannte Firmen zum Insolvenzrichter gehen, darunter der einst größte deutsche Versandhändler Quelle, der Porzellanhersteller Rosenthal und die Unterwäschefirma Schiesser.

Von Januar bis Ende Oktober 2009 summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen – wozu auch ehemalige Selbstständige und Nachlässe gezählt werden – auf 135.517.  Für das Gesamtjahr werden mehr als 160.000 Pleiten und damit deutlich mehr als im Vorjahr erwartet.