Die amerikanischen Fluggesellschaften United und Continental schließen sich zur größten Airline der Welt zusammen. Sie werden künftig unter dem Dach der United Continental Holdings fliegen, wie die Unternehmen am Montag in Houston und Chicago mitteilten. Die beiden Marken bleiben bestehen. United und Continental sind Mitglieder der Star Alliance, der auch die Lufthansa angehört.

Zusammen befördern die Gesellschaften im Jahr 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern und überholen so den den bisherigen Marktführer Delta Airlines. Die Airlines fusionieren über einen Aktientausch. Die Continental- Eigner bekommen für einen Anteilsschein 1,05 Aktien von United. Am Ende werden United-Aktionäre 55 Prozent halten, die Continental-Aktionäre 45 Prozent. United-Chef Glenn Tilton betonte aber, es handele sich um einen "Zusammenschluss unter Gleichen". Tilton wird künftig dem Verwaltungsrat vorstehen, sein Continental-Kollege Jeff Smisek wird Konzernchef.

Seit Tagen hatte sich der Zusammenschluss angedeutet. Scheitern könnte er jetzt noch unter anderem am Veto der Wettbewerbshüter. Die Branche erholt sich allmählich wieder von den Folgen der Wirtschaftskrise, die zu einem Einbruch des Passagier- und Frachtgeschäfts geführt hatte. Allerdings suchen weltweit viele Airlines wegen stark schwankender Ölpreise und der wachsenden Konkurrenz Partner.