In Washington hat sich die Regierung unterdessen entschieden, bei der Bekämpfung der Ölpest stärker auf die Hilfsangebote aus dem Ausland einzugehen. Das Außenministerium teilte mit, es gehe konkret um 22 Offerten aus 20 Ländern und mehrerer internationaler Organisationen.

Regierungsangaben zufolge haben insgesamt 27 Staaten in Europa, Afrika, Lateinamerika, Asien und dem Nahen Osten Hilfe angeboten. Auch Deutschland ist darunter, das unter anderem Barrieren zum Auffangen des Öls und technisches Personal zur Verfügung stellen will. Die USA erwägen, die Hilfe anzunehmen. Weitere Einzelheiten wurden jedoch zunächst nicht bekannt.

Bisher hat die Regierung nur die Hilfe einer Handvoll von Ländern genutzt, darunter Norwegen und die Niederlande. Viele Betroffene in der Krisenregion halten die Zurückhaltung in Washington für unverständlich und unverantwortlich.

Seit der Explosion und dem Untergang der Deepwater Horizon am 20. April fließen große Mengen Öl ins Meer. Die Schätzungen reichen bis zu 100.000 Barrel (etwa 16 Millionen Liter) pro Tag . Das Unglück gilt inzwischen als die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA. BP fängt einen Teil des ausströmenden Öls mithilfe von Absaugsystemen auf .