Die Agricultural Bank of China (AgBank) hat in Hongkong ihren Börsengang gestartet. In der Handelsmetropole Shanghai soll die Zeichnung der Anteile ab Donnerstag möglich sein. Mit ihrem Gang aufs Handelsparkett in den beiden Börsenplätzen will die AgBank insgesamt 23,2 Milliarden Dollar (18,8 Milliarden Euro) einnehmen – in Hongkong 13,1 Milliarden Dollar und in Shanghai 10,1 Milliarden Dollar. Am 15. Juli sollen die Aktien erstmals gehandelt werden.

Die AgBank ist das letzte der vier großen Geldhäuser, das sich noch zu 100 Prozent in Staatsbesitz befindet. Nun will sie 15 Prozent der Anteile abgeben. Sollte der Plan der Manager aufgehen, wäre es der größte Börsengang der Welt. Den Rekord hält bislang die chinesische Bank ICBC , die 2006 rund 22 Milliarden Dollar an der Börse einsammelte.

Mehrere Staatsfonds und internationale Großbanken hatten bereits großes Interesse an den Unternehmensanteilen der AgBank angemeldet. Allerdings hatte das Institut angesichts des schwächelnden Marktumfelds zuletzt die Spanne seiner Ausgabepreise reduziert. Daher könnte der Börsengang geringer ausfallen als geplant. Die endgültigen Ausgabepreise sind für 7. Juli geplant.