Ein Sprecher von RWE Power sagte, es gebe bislang keine Einschränkungen. Man sei noch "entspannt". Die Anlage in Grundremmingen liege beispielsweise am Oberlauf der Donau, der ohnehin recht kühl sei. Das Atomkraftwerk Biblis werde zwar mit Wasser aus dem Rhein gekühlt. Dort werde das Wasser, das wieder in den Rhein geleitet werde, aber mit dem Kühlturm gekühlt. Damit sei der Puffer größer. Eon Energie in München sprach von "geringen Einschränkungen bei wenigen Anlagen".

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) betonte, dass die Gewitter und Regenschauer am Montag die Lage etwas entspannt hätten. Die Witterung müsste schon ein, zwei Wochen so bleiben, damit es Probleme geben könnte. Und selbst wenn die Leistung von Kraftwerken gedrosselt werden müssten, sei die Netzstabilität nicht gefährdet. Es gebe genügend Reservekapazitäten.

Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner erwägt zudem Ausnahmen von der Gewässerschutzregelung "soweit ökologisch vertretbar", um das Stromnetz stabil zu halten. Gemeinsam mit den Versorgern sei ein Konzept erarbeitet worden.

(Zuerst erschienen im Handelsblatt)