In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres stand unter dem Strich ein Verlust von 135,2 Millionen Euro. Das teilte die IKB, die Deutsche Industriebank, zu den Monaten April, Mai und Juni 2010 mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres belief sich der Verlust nur auf 16,3 Millionen Euro. Die IKB präsentierte ihren Aktionären damit tiefrote Zahlen zur Hauptversammlung in Düsseldorf.

Im Vorjahr hatte der IKB-Haupteigentümer Lone Star auf die Rückzahlung einer Anleihe verzichtet. Das hatte damals zu einem positiven Effekt in der Quartalsbilanz geführt, wie ein Banksprecher erläuterte. Zudem nahm die IKB diesmal eine Abschreibung auf eine Immobilie vor.

Beim Anstieg des Quartalsverlustes spielten diesmal auch Kursverluste bei langfristigen Anlagen eine Rolle. Positiv wirkte sich die Konjunkturerholung auf die Quartalsbilanz aus. Die IKB konnte die Risikovorsorge im Kreditgeschäft – wie andere Banken auch – deutlich reduzieren, von fast 64 Millionen Euro auf knapp 17 Millionen Euro.

"Die Liquiditätslage der IKB ist weiter stabil", teilte die Bank zu den Quartalszahlen mit. Dazu beigetragen hätten die Garantien des Bundes, der Abbau von Bilanzvolumen und eine erhöhte Hereinnahme von Kundeneinlagen.

Die IKB war vor knapp drei Jahren die erste Bank in Deutschland, die in den Strudel der US-Hypothekenkrise geraten war. Mit dem Desaster bei der IKB hatte die weltweite Finanzkrise vor drei Jahren Deutschland erreicht. Sie musste damals massiv gestützt werden , insbesondere von der staatlichen KfW. Die Unterstützung belief sich auf 10 Milliarden Euro Staatsgeld. Die IKB hat in ihren drei zurückliegenden Geschäftsjahren rote Zahlen geschrieben.