"Nach umfassender Evaluierung der Möglichkeiten des Zusammenschlusses haben die Unternehmen gestern Abend beschlossen, die Verhandlungen nicht weiterzuführen und diese beendet", teilte die Unternehmensberatung Deloitte am Sonntag mit. Beide Beratungsfirmen hatten am Mittwoch mit der Ankündigung überrascht, fusionieren zu wollen. Der Wirtschaftsprüfungskonzern Deloitte hatte Roland Berger übernehmen wollen, um das Unternehmen mit seiner Strategieberatungssparte zusammenzuführen.

Das neue Unternehmen wäre ein Branchen-Gigant geworden, das zweitgrößte Beratungsunternehmen nach McKinsey mit einem gemeinsamen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro.

Die Online-Ausgabe des Handelsblattes hatte bereits am Samstagabend berichtet, dass sich die 172 Partner der Unternehmensberatung Roland Berger bei einem Treffen in Frankfurt kurzfristig entschieden, das Übernahmeangebot des Wirtschaftsprüfungskonzerns Deloitte abzulehnen.

Mit der Fusion hätte das Unternehmen Roland Berger seine Eigenständigkeit verloren. Roland Berger setzte 2009 rund 650 Millionen Euro um und beschäftigt weltweit etwa 2000 Mitarbeiter. Die Initiative zu dem Geschäft war von beiden Häusern ausgegangen.