Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg hat den letzten Schritt unternommen, um Konstantin Neven DuMont, den Sohn des Alt-Verlegers Alfred Neven DuMont, endgültig aus dem Unternehmen zu entfernen. Der Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender Neven DuMont senior ist, hat entschieden, Konstantin als Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeiger , des Express und der Mitteldeutschen Zeitung abzuberufen.

Zur Begründung hieß es in der Erklärung "In eigener Sache": "Seit mehreren Wochen äußert er sich in abträglicher und geschäftsschädigender Weise über das eigene Unternehmen in der Öffentlichkeit, einschließlich in Konkurrenzblättern." Dies habe innerhalb des Unternehmens zu wachsender Verunsicherung unter den Mitarbeitern geführt. "Um Schaden von der Mediengruppe M. DuMont Schauberg abzuwenden, war die Abberufung durch den Aufsichtsrat unabwendbar."

Konstantin Neven DuMont, der zuvor schon seinen Herausgeberposten bei der Frankfurter Rundschau verloren hatte,  reagierte mit scharfer Kritik auf die Entscheidung: "Der Aufsichtsrat handelt seit Wochen unverantwortlich", sagte er. "Bis heute liegt mir immer noch keine Begründung für meine Beurlaubung vor."

Der 41-Jährige hatte seinen Vater öffentlich aufgefordert, sich weitgehend zurückzuziehen und ihm die Führung des Verlagshauses zu überlassen. Alfred Neven DuMont hatte einen Rückzug abgelehnt. Für diesen Fall hat Konstantin Neven DuMont die Auszahlung seiner Anteile gefordert.