US-Präsident Barack Obama hat den Börsengang von General Motors als "großen Meilenstein" bezeichnet – nicht nur für den Opel-Mutterkonzern, sondern für die gesamte US-Autoindustrie. Mit dem Schritt halbiere die Regierung ihre Beteiligung an GM fast, teilte Obama mit. Die Rückkehr von GM an die Börse zeige, dass es richtig gewesen sei, das Unternehmen mit Staatshilfen zu unterstützen, sagte Obama.

Man halte zugleich an dem Bekenntnis fest, sich aus dieser Investition zurückzuziehen und dabei den Steuerzahler zu schützen. Die Hilfen für die US-Autoindustrie hätten schwere Entscheidungen und Opfer abverlangt. Es seien dadurch aber Jobs gerettet und eine Industrie vor dem Untergang bewahrt und wettbewerbsfähiger gemacht worden.

GM steuert auf den größten Börsengang der Geschichte zu. Der Opel-Mutterkonzern steht ein Jahr nach der Beinahepleite derart verlockend da, dass sich Investoren um die Anteile reißen. Am Ende könnte GM sogar den bisherigen Spitzenreiter - die Agricultural Bank of China mit ihren 22,1 Milliarden Dollar - in den Schatten stellen. GM werde zwischen 20,1 und 23,1 Milliarden Dollar einsammeln, teilte das Unternehmen am späten Mittwoch (Ortszeit) in Detroit mit. Wegen der hohen Nachfrage verlangt GM den maximal möglichen Preis für seine Stammaktien, das sind 33 Dollar das Stück.

GM war 2009 nur durch massive Staatshilfen der US-Regierung in Höhe von 50 Milliarden Dollar vor der endgültigen Pleite gerettet worden. Dank dieser Unterstützung konnte das Unternehmen das Insolvenzverfahren schon nach wenigen Wochen verlassen.