Einmal ging es um Probleme mit der Lenkung , dann wieder um rutschende Fußmatten: In Pannenserien großen Ausmaßes hat der weltgrößte Autobauer Toyota in jüngster Zeit fehlerhafte Wagen auf den Markt gebracht. Den daraus resultierenden Konflikt mit den US-Behörden hat das Unternehmen nun vorerst befriedet: Der japanische Konzern teilte in Tokyo mit, er werde eine Strafzahlung von insgesamt 32,4 Millionen Dollar (24,6 Millionen Euro) akzeptieren. Dieser Schritt bedeute jedoch kein Schuldeingeständnis, gegen die Sicherheitsauflagen in den USA verstoßen zu haben.

Die Behörden hatten Toyota vorgeworfen, die Mängel an seinen Autos verschleiert zu haben. Der Konzern musste seit Herbst vergangenen Jahres wegen einer Serie von Technikpannen weltweit mehr als zehn Millionen Fahrzeuge zurück in die Werkstätten rufen, ein Großteil davon in den USA. Wegen der Probleme mit der Lenkung hatte der Konzern 2005 fast eine Million Fahrzeuge in den USA zurückrufen müssen, in dem Fall der rutschenden Fußmatten, die das Gaspedal zu blockieren drohten, sogar etwa fünf Millionen. Toyota hatte bereits im April eine Strafe in Höhe von 16,4 Millionen Dollar Strafe akzeptiert , nachdem die US-Regierung Vorwürfe erhoben hatte, das Unternehmen habe Probleme an Gaspedalen über Monate hinweg vertuscht.

In der Bewertung der neuerlichen Strafzahlungen unterschieden sich das Unternehmen und das Verkehrsministerium erheblich. Verkehrsminister Ray LaHood sagte, Toyota habe damit die Verantwortung übernommen "für die Verletzung der Pflicht, technische Defekte umgehend zu melden". Toyota hingegen bestritt erneut eine vorsätzliche Verschleppung. Mit der Einigung habe der Konzern eine anhaltende juristische Auseinandersetzung vermieden, sie ermögliche es ihm nun, "nach vorne zu blicken". Laut Verkehrsminister LaHood zahlte Toyota in allen Fällen die gesetzliche Maximalstrafe.