Das Münchner Unternehmen will Ulrich Schumacher nun ab April 2018 ein jährliches Ruhegehalt von 560.000 Euro zahlen, wie aus der Einladung zur Hauptversammlung hervorgeht. Im Gegenzug nimmt Schumacher alle Klagen gegen den Konzern zurück und verzichtet auf alle weitergehenden Forderungen.

Infineon hatte nach Schumachers Rücktritt im März 2004 lediglich die Hälfte seiner Abfindung von insgesamt 5,25 Millionen Euro ausbezahlt. Die restliche Summe behielt der Konzern 2005 mit Verweis auf laufende Ermittlungsverfahren ein. Im Herbst 2009 war ein Gerichtsverfahren wegen Bestechlichkeit und Untreue gegen Schumacher eingestellt worden. Lediglich wegen Steuerdelikten akzeptierte er eine Geldauflage von 200.000 Euro.

Unter Schumacher war die einstige Siemens-Tochter tief in die Verlustzone geraten. Schumacher bekommt nun einiges mehr an Pension, als seinem Nachfolger Peter Bauer zusteht, der das Unternehmen wieder in die Gewinnzone geführt hat. Laut Geschäftsbericht sind Bauers Altersbezüge von Infineon auf maximal 400.000 Euro begrenzt.

Schulmacher leitete bis vergangenen Herbst den chinesischen Chiphersteller Grace Semiconductor.

Die Aktionäre müssen noch über die Einigung abstimmen. Die Anteilseigner sollen dann auch über eine Aufstockung der Aufsichtsratsgehälter entscheiden. Die feste Vergütung soll demnach auf 50.000 Euro jährlich verdoppelt werden. Der Chefkontrolleur soll weitere 50.000 Euro erhalten. Demnach kann der designierte Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber, der früher Lufthansa-Chef war, mit einem Jahresgehalt von mindestens 100.000 Euro rechnen.