Die rund 100.000 VW-Beschäftigten in Westdeutschland erhalten ab 1. Mai 3,2 Prozent mehr Lohn. Darauf einigten sich der Wolfsburger Autobauer und die Gewerkschaft IG Metall. Zusätzlich soll es eine Einmalzahlung von einem Prozent eines Jahresentgeltes, mindestens jedoch 500 Euro, geben. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten. "Unternehmen und IG Metall haben einen fairen Abschluss erzielt, der eine ordentliche Lohnerhöhung mit dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit verbindet", erklärte VW-Personalvorstand Jochen Schumm. IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sagte, der Abschluss gebe die gute Geschäftslage bei VW wieder.

Die IG Metall hatte ursprünglich einen Lohnaufschlag von sechs Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. VW bot zunächst 2,9 Prozent ab Juni und eine Einmalzahlung von 300 Euro für die Monate Februar bis Mai. Bei der Laufzeit wollte sich Volkswagen am Branchentarif orientieren, der 23 Monate gilt. Der Flächentarif für die Metall- und Elektroindustrie, nach dem die meisten Autohersteller und Zulieferer ihre Mitarbeiter bezahlen, sieht für dieses Jahr eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,7 Prozent vor. 

Die IG Metall handelt bei Volkswagen traditionell einen Haustarifvertrag für die Beschäftigten der sechs westdeutschen Werke aus. Der Abschluss soll auch für die Mitarbeiter der konzerneigenen Finanztochter gelten.