Im Streit über faule Kredite aus der Hypothekenkrise hat die Bank of America einem milliardenschweren Vergleich zugestimmt. Die Bank erklärte sich zur Zahlung von 8,5 Milliarden Dollar bereit, um Rechtsstreitigkeiten mit den Käufern der Hypothekenpapiere beizulegen. Zusätzlich werde das Institut im zweiten Quartal 5,5 Milliarden Dollar für weitere strittige Fälle zurückstellen.

Das ist der teuerste Vergleich in der Geschichte der Bankenbranche. Zugleich ist die Summe höher als alle Gewinne, die die Bank of America in den vergangenen drei Jahren erzielt hat. Die Bank gehört zu den bedeutendsten Kreditgebern des Landes. Sie ist aber auch einer der Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise und litt bis zuletzt unter faulen Krediten aus den Zeiten des Immobilienbooms in den USA. Mitten in der Krise hatte sie noch den Immobilienfinanzierer Countrywide übernommen.

Countrywide hatte einen Teil seiner Kredite zu Wertpapieren gebündelt und weiterverkauft. Eine Gruppe von 22 hochkarätigen Investoren fühlt sich nach Angaben des Wall Street Journal von Countrywide übervorteilt. Das Unternehmen habe bewusst massenweise Problemkredite in seine Hypothekenpapiere integriert und diese dann an Investoren verkauft. Unter den Investoren seien die Federal Reserve Bank of New York, der Vermögensverwalter Blackrock und der Versicherer MetLife.

Die Bank of America wurde daraufhin unter anderem von BlackRock und der Allianz-Tochter Pimco verklagt. Allein diese beiden Investoren verhandelten mit der Bank of America über Bonds im Volumen von 16,5 Milliarden Dollar, die in der Finanzkrise ihren Wert verloren haben.