Die Rating-Agentur Fitch will griechische Staatsanleihen für kurze Zeit herabstufen. Grund ist die auf dem Euro-Sondergipfel beschlossene Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Rettung, teilt die US-Agentur mit. Man werde kurzfristig von einem "beschränkten Kreditausfall" (Restricted Default) ausgehen, erklärte das Unternehmen.

Bei dem EU-Sondergipfel in Brüssel haben sich die Euro-Länder darauf geeinigt, dass private Gläubiger wie Banken und Versicherungen anhand verschiedener Modelle griechische Staatsanleihen umtauschen sollen. Im Endeffekt verzichten sie auf diese Weise darauf, dass Griechenland alle Schulden an sie zurückzahlt. Dies bedeutet einen teilweisen Zahlungsausfall für die Geldgeber.

Die Beschlüsse der Staats- und Regierungschefs seien dennoch ein wichtiger und positiver Schritt in Richtung Finanzstabilität, urteilt die Rating-Agentur. Die Reduzierung der Zinssätze und die Verlängerung der Laufzeiten für griechische Anleihen könnten eine Möglichkeit sein, das Land wieder zur Zahlungsfähigkeit zurückzuführen. Auch für Portugal und Irland seien die neuen Konditionen des Euro-Rettungsfonds EFSF gute Nachrichten.