Finanzierung seines Windparks Meerwind stehe. In zwei Jahren sollen sich nördlich von Helgoland insgesamt 80 Windräder drehen, die auf eine Kapazität von 288 Megawatt kommen. Das reicht aus, um rund 400.000 Haushalte mit Ökostrom zu versorgen. Mit dem Projekt  steigt erstmals eine große ausländische Investmentgesellschaft ins deutsche Offshore-Geschäft ein.

Für die Branche ist es ein Novum: Der amerikanische Finanzinvestor Blackstone steckt zusammen mit sieben Banken 1,2 Milliarden Euro in die deutsche Offshore-Windkraft. Anfang August gab Blackstone bekannt, dass die

Damit nicht genug: Am gleichen Tag gab Blackstone bekannt, noch einmal 1,3 Milliarden Euro in den Windpark Nördlicher Grund rund 80 Kilometer vor Sylt zu investieren. "Dank der gesetzlich garantierten Vergütung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind Offshore-Windparks attraktive Investments", sagt Jens Assheuer, Geschäftsführer der WindMW GmbH, die den Windpark entwickelt. Blackstone hält eine Mehrheit an dem Unternehmen.

Der US-Investor ist nicht allein. Versicherer wie die Allianz und Münchner Rück entdecken ebenfalls die grüne Hightechbranche. Die Allianz ist etwa an Onshore-Windparks in Frankreich, Deutschland und Italien beteiligt.

In der Krise sind andere Anlagemöglichkeiten rar

"Investitionen in diesem Bereich sind Teil unserer Risikodiversifizierung", sagt ein Allianz-Sprecher. "Es liegt auf der Hand, dass erneuerbare Energien zukünftig eine größere Rolle bei uns spielen werden." In den vergangenen fünf Jahren hat der Versicherungskonzern eine Milliarde Euro in Alternative-Energien-Projekte investiert. Noch in diesem Jahr will die Allianz, so Bloomberg , entscheiden, ob der Konzern millionenschwere Investments in Offshore-Windkraft unternimmt.

Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Denn wohin mit dem Geld der Anleger? Angesichts der Schuldenkrise und dem Auf und Ab an den Börsen sind sichere Anlagemöglichkeiten für Großinvestoren eher rar. Wegen der Eurokrise meiden etwa erste Versicherungskonzerne europäische Staatsanleihen. Auf der anderen Seite gibt es einen immensen Finanzierungsbedarf in der Offshore-Windbranche, denn unter mehreren hundert Millionen Euro sind die stählernen Giganten auf See nicht zu haben.

"Die Finanzierungslage von Offshore-Projekten hat sich in den vergangenen Monaten gebessert", sagt Ulrich Winkelmann, Offshore-Spezialist der NordLB in Hannover. Das liege nicht nur an dem positiven Image der Erneuerbaren und der verstärkten staatlichen Förderung der deutschen Offshore Windbranche, sondern auch am Mangel an alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. "Es gibt zurzeit in Europa nicht viele Großvorhaben im Bereich der Projektfinanzierung."