Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn warnte hingegen vor zu hohen Erwartungen. Bisherige Erfahrungen ließen an dem Vermittlungserfolg solcher Gesellschaften erhebliche Zweifel aufkommen, sagte der IZA-Arbeitsmarktexperte Hilmar Schneider der Frankfurter Rundschau. "Die Vermittlungstätigkeit der Transfergesellschaften ist im Durchschnitt nicht besser als die der Bundesagentur für Arbeit."

Die potenziellen Träger der Transfergesellschaften haben unterdessen schon erste Aufträge bekommen. Die Personalentwicklungsagentur Peag wurde laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten beauftragt, von gut 900 Schlecker-Mitarbeitern Profile zu erstellen. "Bisher sind wir noch nicht mit der Transfergesellschaft beauftragt, sondern nur für das Profiling", sagte der Sprecher der Geschäftsführung.

Transfergesellschaft für IhrPlatz

Inzwischen sind auch Details zur Insolvenz der Schlecker-Tochter IhrPlatz bekannt geworden. Das Unternehmen werde weniger Mitarbeiter entlassen weniger Märkte schließen als zunächst geplant, teilte IhrPlatz-Insolvenzverwalter Werner Schneider mit. Das Konzept sehe vor, 650 der 5.350 Arbeitsplätze zu streichen – ursprünglich war von 900 die Rede . 122 der bislang 612 Drogeriemärkte sollen am 7. April endgültig geschlossen werden. Zuvor war die Zahl von 142 Filialen genannt worden.

Für die betroffenen Mitarbeiter werde eine Transfergesellschaft geschaffen, für die die Finanzierung anders als bei der Muttergesellschaft Schlecker bereits gesichert sei, hieß es. Im Internet veröffentliche der Insolvenzverwalter eine Liste der Filialen , die IhrPlatz aufgeben wird. Das Insolvenzverfahren solle am 28. März eröffnet werden, teilte der Schneider mit.