Apples iPhone hat sich schlechter verkauft als erwartet. Der US-Elektronikkonzern ist im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni nur 26 Millionen der Smartphones losgeworden, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit mehr als 28 Millionen gerechnet. Zu Spitzenzeiten hatte Apple binnen drei Monaten 37 Millionen iPhones verkauft.

Die Apple-Aktie fiel nachbörslich um mehr als fünf Prozent. Als Folge der geringeren Verkäufe schwächte sich Apples bislang riesiges Wachstum ab. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte der Konzern seinen Umsatz um vergleichsweise geringe 23 Prozent auf 35 Milliarden Dollar (29 Milliarden Euro) steigern. Der Gewinn verbesserte sich um 21 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Auch hier hatten die Börsianer mit wesentlich besseren Zahlen gerechnet.

Das iPhone ist der große Gewinnbringer im Konzern. Nun scheinen jedoch viele Kunden auf das neue iPhone 5 zu warten, das im Spätsommer oder Herbst herauskommen soll. Auch vor dem Modellwechsel vom iPhone 4 zum iPhone 4S hatte es einen Verkaufsstau gegeben. Konzernchef Tim Cook versprach für die Zukunft "erstaunliche neue Produkte", ohne ins Detail zu gehen. Geheimhaltung gehört bei Apple zum Geschäft. Für das iPhone 5 wird unter anderem mit einem größeren Bildschirm gerechnet.

iPad-Verkäufe verdoppeln sich

Als Gewinn-Stütze erwies sich das iPad , dessen Verkäufe sich beinahe auf 17 Millionen verdoppelten. Das war neuer Rekord, wie Konzernchef Cook sagte. Die Verkäufe von Mac-Rechnern legten nur minimal auf vier Millionen zu. Der gesamte PC-Markt leidet momentan unter der Zurückhaltung der Kunden. Vom iPod wurde Apple 6,8 Millionen los, das ist ein Minus von zehn Prozent.

Apple hatte bisher regelmäßig die Verkaufserwartungen übertroffen und war mit iPhone, iPad-Tablet, Mac-Computer und iPod zum wertvollsten Konzern der Welt aufgestiegen.