Der Versandhändler Neckermann.de hat nach eigenen Angaben Insolvenz angemeldet. Zuvor waren Gespräche über den Stellenabbau mit der Gewerkschaft ver.di gescheitert.

Der Eigentümer, der US-Finanzinvestor Sun Capital, werde keine weiteren Mittel für die Finanzierung zur Verfügung stellen. "Unter den gegebenen Rahmenbedingungen kann das Unternehmen in seiner bestehenden Form damit nicht fortgeführt werden", teilte das Unternehmen mit.

Geplant war, den Eigenhandel mit Textilien einzustellen und das Frankfurter Zentrallager aufzugeben. Bei dem Umbau sollten 1.380 Stellen gestrichen werden . In wochenlangen Verhandlungen hatten sich das Management und die Gewerkschaft ver.di zwar in in letzter Minute auf eine Lösung geeinigt, wie beide Seiten mitteilten. Es habe Einigkeit über einen Sozialplan, Abfindungsregelungen sowie eine Transfergesellschaft gegeben. Sun habe das Ergebnis aber für nicht tragfähig gehalten.

"Kurz vor der Unterschrift hat Sun erklärt, dass sie kein Geld mehr zur Verfügung stellen, sodass die Zahlungsfähigkeit nicht mehr gewährleistet ist", sagte Schiedrig. Der Investor hatte noch im April signalisiert, weitere 25 Millionen Euro in das Unternehmen zu investieren, wenn alle Beteiligten bei der Sanierung an einem Strang zögen.