Ende Juni schlossen die letzten Schlecker-Filialen, Deutschland diskutierte, wie die gekündigten Verkäuferinnen in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen . Bundesweit hatten mehr als 25.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Etwa 22.200 meldeten sich arbeitslos, 4.500 haben bislang einen neuen Job gefunden, also etwa jede Fünfte.

Eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit bezeichnete die Vermittlungsquote als normal. "Wer zehn bis 15 Jahre bei einem Arbeitgeber war, der braucht eine Anlaufphase, bevor er einen neuen Arbeitsplatz findet", sagte sie. Von denen, die weiter auf Jobsuche sind, befinden sich derzeit 6.300 Schlecker-Frauen in Fortbildungsmaßnahmen wie Bewerbungstraining und Computerkursen.

Fast 1.600 hätten sich aus Gründen wie Elternzeit, Rente oder Krankheit bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern abgemeldet, hieß es bei der Bundesagentur. Die Bundesagentur rechnet dem Bericht zufolge damit, dass sich in den nächsten Monaten noch weitere gekündigte Schlecker-Mitarbeiterinnen arbeitslos melden werden.

Aus für Schlecker-Onlineshop

Derweil wurde bekannt, dass der insolvente Drogerie-Onlineshop Schlecker Home Shopping in Deutschland und Österreich eingestellt wird. Damit fallen 100 Arbeitsplätze weg. "Trotz intensiver Bemühungen um den Verkauf hat kein Investor ein tragfähiges Angebot zur Übernahme des Onlineversandhandels mit Drogerieartikeln vorgelegt", ließ Insolvenzverwalter Patrick Wahren mitteilen. Daher sei er gezwungen, den Betrieb am 12. August einzustellen. Für die Schlecker Home Shopping GmbH hatte sich zuletzt auch Marktführer dm interessiert.