Der Energieanbieter Flexstrom ist insolvent. Ursache für die Pleite sei vor allem die schlechte Zahlungsmoral zahlreicher Stromkunden, teilte das Unternehmen mit. Nach der "schädigenden Berichterstattung vereinzelter Medien" zahle nur ein Teil der Kunden seine Rechnungen pünktlich. Im Herbst hatte das Handelsblatt von möglichen Finanzproblemen bei Flexstrom berichtet.

Bei Flexstrom sowie den Tochtergesellschaften OptimalGrün und Löwenzahn Energie sind nach Unternehmensangaben Kunden mit 100 Millionen Euro im Rückstand. Auch für die beiden Tochtergesellschaften sei Insolvenz angemeldet worden. Das Geschäft der Gastochter FlexGas werde hingegen von einem Investor weitergeführt.

Der harte Winter stelle eine zusätzliche Belastung dar, teilte das Unternehmen mit. Kunden zahlten nur ihre normalen Abschläge. Gleichzeitig müsse Flexstrom mehr Energie einkaufen. Das Unternehmen hatte zuletzt mehr als 500.000 Kunden.