Apple-Chef Tim Cook hat vor einem Senatsausschuss die Kritik zurückgewiesen, der iPhone-Hersteller nutze ein ausländisches Firmengeflecht zum Steuersparen. "Wir sind stolz darauf, ein amerikanisches Unternehmen zu sein und unseren Beitrag zur Gesellschaft zu leisten", sagte Cook vor den Abgeordneten. Apple sei der größte Steuerzahler unter allen US-Unternehmen, wiederholte er frühere Äußerungen.

 Er räumte aber auch ein, dass 70 Prozent der Geldreserven im Ausland liegen. "Wir nutzen das Geld, um unser Auslandsgeschäft zu betreiben." Es sei zu teuer, das Geld bei einem Steuersatz von 35 Prozent in die USA zu holen. "Unser Steuersystem benachteiligt uns gegenüber unseren ausländischen Konkurrenten."

Cook betonte, dass der Konzern Mitarbeiter in allen Bundesstaaten habe. "Wir haben uns dafür entschieden, das Design und die Entwicklung der Geräte hier in den USA zu lassen", sagte er.

Die derzeitige Kritik der Politik richtet sich besonders gegen irische Tochtergesellschaften mit geringen oder gar keinen Steuerzahlungen. Apple nutzte laut einem Bericht des Senates international unterschiedliche Steuergesetze in bisher kaum gekannten Maß aus. Um das Steuersparen zu perfektionieren, spielte der Konzern demnach Staaten geschickt gegeneinander aus.

Cook stritt den Vorwurf ab, dass die irischen Dependancen das Steueraufkommen in den USA reduzieren. "Der Fakt, dass unsere Tochterfirmen in Irland nicht steuerpflichtig sind, hat keinen Einfluss auf unsere US-Steuern", sagte Finanzchef Peter Oppenheimer in der gleichen Anhörung. Die Firmenstruktur mache es schlicht einfacher, das Geschäft zu führen. "Unser Unternehmen ist etwas größer als das, was Steve Jobs vor vierzig Jahren in der Garage seiner Eltern gegründet hat", sagte Cook.