Ein letzter Rettungsversuch für die Baumarktkette Max Bahr ist gescheitert: Die Läden der einstigen Praktiker-Tochter werden nicht von der saarländischen Handelskette Globus übernommen. Damit droht den 3.600 Max-Bahr-Mitarbeitern weiterhin der Verlust des Arbeitsplatzes.

"Wir haben intensive Gespräche mit Globus geführt", sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters von Moor Park, dem 66 der verbliebenen 73 Märkte gehören. "Leider ist es jedoch nicht zu einer Einigung mit dem Unternehmen gekommen." Der Grund sei, dass Globus zuletzt andere Mietpreisvorstellungen formuliert habe als in den Gesprächen zuvor.

Damit bleibt es bei der bereits beschlossenen Auflösung von Max Bahr und dem Ausverkauf der Märkte. Letztere sollen im Idealfall an einen Konkurrenten aus der deutschen Branche gehen. Sie würden dann auf die Marke der neuen Besitzer umgeflaggt werden, der Name Max Bahr würde vom Markt verschwinden. Wie viele der 3.600 Arbeitsplätze bei einem neuen Arbeitgeber erhalten bleiben könnten, ist offen.  

Das endgültige Aus für Max Bahr ist der letzte Akt in der Insolvenz des Praktiker-Konzerns, der im Juli zahlungsunfähig wurde. Das Unternehmen mit einstmals mehr als 300 Märkten mit rund 15.000 Beschäftigten zog auch das Tochterunternehmen Max Bahr in die Insolvenz.