Der Vorstand der PIN Mail AG und die Gewerkschaft ver.di haben in einer kurzfristig einberufenen Verhandlungsrunde ihren Tarifkonflikt beigelegt. Das teilte der Vorstand der PIN AG mit.

Die Stundenentgelte der Beschäftigten sollen in zwei Stufen angehoben werden: Ab dem 1. Januar 2014 gilt ein Mindestlohn von 8,90 Euro, das Gros der Beschäftigten soll zwischen 9,30 Euro und 10,70 Euro erhalten. Der Entgelt- und Manteltarifvertrag sollen eine Laufzeit von 24 Monaten haben.

Der ver.di-Verhandlungsführer Roland Tremper sagte, nach dem hartem Tarifstreit stehe der Weg offen, dass das Unternehmen und die Beschäftigten zu einer guten Zusammenarbeit finden können. Nach seinen Worten wird dieser Abschluss bundesweit eine Signalfunktion für private Briefdienstleister haben.

PIN-Geschäftsführer bot Streikbrechern Geld

Wochenlang hatten die PIN AG und ver.di verhandelt, Ende November wurden die Gespräche für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaft ließ seine Mitglieder über einen unbefristeten Streik abstimmen, 97,4 Prozent entschieden sich dafür.

Kurz darauf verschickte Axel Stirl, der Vorstandsvorsitzende der PIN AG, einen Brief. Darin bot er den Postzustellern Geld, sollten sie sich nicht an dem Streik beteiligen. Ver.di-Sprecher Jan Jurczyk nannte dieses Angebot für Streikbrecher "eindeutig rechtswidrig".