Das endgültige Aus des TV-Herstellers Loewe ist abgewendet. Nach monatelangen Verhandlungen werden mehrere deutsche Familienunternehmer sowie frühere Führungskräfte von Apple und dem dänischen Konkurrenten Bang & Olufsen die wesentlichen Teile des Geschäfts übernehmen, teilte das fränkische Unternehmen mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Zukünftig soll die bestehende Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Hisense ausgeweitet werden. Die Unternehmenszentrale wird von Kronach nach München verlegt. Die Entwicklungszentren sollen in Hannover und Oberfranken verbleiben. Was die Umstrukturierung für die zuletzt 650 Beschäftigten bedeutet, ist unklar: Zu diesem Thema will sich das Unternehmen erst morgen äußern.

Nach geschäftlichen Einbußen hatte Loewe im Oktober ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Die 1923 in Berlin gegründete Traditionsfirma ist eines der letzten vergleichbaren Unternehmen in Deutschland. Seine im Premium-Segment angesiedelten Fernseher konnte Loewe in den vergangenen Jahren angesichts eines immensen Preisverfalls immer schlechter verkaufen.