Sony verkauft die verlustreiche PC-Sparte mit der Marke Vaio an den japanischen Investmentfonds Japan Industrial Partners. Der japanische Elektronikkonzern reagiert damit auf die Verluste im Geschäft mit Fernsehen und Computern. Medienberichten zufolge erhält Sony für den Verkauf 40 bis 50 Milliarden Yen (291 bis 365 Millionen Euro).

Sony teilte mit, Japan Industrial Partners werde ein neues Unternehmen gründen, in dem das Computergeschäft weitergeführt werde. Sony werde zunächst fünf Prozent an der Firma halten. Der Konzern wolle sich ansonsten auf das Geschäft mit Kameras, Smartphones, Tablets und Spielkonsolen konzentrieren. Das Fernsehgeschäft soll bis Juli abgespalten werden.

Sony senkte zugleich seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Statt eines Gewinns in Höhe von 30 Milliarden Yen erwartet das Unternehmen nun einen Nettoverlust von 110 Milliarden Yen (rund 800 Millionen Euro), weil sich einige seiner elektronischen Geräte nicht gut verkauften. Ein weiterer Grund seien die Restrukturierungskosten.

Im Zuge der vor einigen Monaten begonnenen großangelegten Umstrukturierung will Sony  5.000 Stellen streichen. Davon seien 3.500 Arbeitsplätze im Ausland betroffen, teilte das Unternehmen mit. Erst für das Geschäftsjahr 2015/16 rechnet Sony damit, dass sich diese Einsparungen auszahlen. Langfristig gesehen will der Konzern seine jährlichen Fixkosten um 730 Millionen Euro senken.