Trotz eines Passagierrekords und erhöhter Fahrpreise ist der Gewinn der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr um 17 Prozent gesunken. Bei einem nahezu unveränderten Umsatz von gut 39 Milliarden Euro blieb unterm Strich ein Gewinn von 649 Millionen Euro, wie das bundeseigene Unternehmen mitteilte.  

Im Vorjahr hatte der Gewinn noch 1,46 Milliarden Euro betragen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bezifferte der Konzern mit 2,24 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 2,71 Milliarden Euro gewesen.

Bahnchef Rüdiger Grube begründete die Einbußen mit der schwierigen Wirtschaftslage in Europa. Das traf vor allem den Güterverkehr. Hinzu gekommen seien höhere Personal- und Energiekosten sowie die Folgen des Elbe-Hochwassers im vergangenen Sommer.  

Bahn kürzt Dividende

Die Zahl der Fahrgäste stieg konzernweit von 4,1 auf 4,4 Millionen. Allein im Schienenverkehr gab es 2,24 Millionen Passagiere nach 2,15 Millionen im Vorjahr.   

Wegen des Einbruchs kürzt der Konzern dem Bund auch die Dividende für das Geschäftsjahr 2013. Statt wie geplant 525 Millionen Euro schüttet die Bahn nur 200 Millionen Euro aus.

Die Aussichten beschrieb die Konzernführung als stabil. Das Ergebnis werde in der Größenordnung des Vorjahres von 2,2 Milliarden Euro liegen. Der Umsatz werde leicht auf etwa 41 Milliarden Euro anziehen, da vor allem das Gütergeschäft wieder in Schwung komme.