Die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen bekommen rückwirkend zum 1. März drei Prozent mehr Geld. Im kommenden Jahr sollen die Gehälter nochmals um 2,4 Prozent steigen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi hat der Einigung zugestimmt. Das bestätigte Gewerkschaftschef Frank Bsirske. Zuvor hatte der Beamtenbund grünes Licht gegeben. Damit wird es vorerst keine Streiks etwa in Kindertagesstätten oder an Flughäfen geben. Ohne eine Zustimmung beider Seiten hätte eine Schlichtung einberufen werden müssen.

Besonders deutlich sollen die Gehälter von Geringverdienern angehoben werden. Ihre Bezüge werden monatlich um mindestens 90 Euro steigen. Für die untersten Einkommensgruppen bedeutet dies ein Plus von bis zu 7,6 Prozent. 


Über das Ergebnis der Verhandlungen wollen Arbeitgeber und Gewerkschaften am Abend auf einer Pressekonferenz berichten.

Die Gewerkschaften hatten ursprünglich 3,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten gefordert. Besonders wichtig war ihnen ein zusätzlicher Sockelbetrag von 100 Euro im Monat, über den bis zuletzt heftig gerungen wurde.