In Deutschland haben im vergangenen Jahr sieben Prozent weniger Menschen im Bereich der Erneuerbaren Energien gearbeitet als 2012. Grund für den Rückgang ist vor allem ein Einbruch bei den Installationen von Photovoltaik-Anlagen. Das geht aus einer gemeinsamen Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und zahlreichen anderen Instituten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.   

Demnach sackten die Beschäftigungszahlen im Bereich Photovoltaik auf 56.000 ab – im Vorjahr waren noch gut 100.000 Menschen in diesem Sektor beschäftigt. Als Grund für den Rückgang bezeichnen die Autoren der Studie den Einbruch der Investitionen. So hätten die für den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen aufgebrachten Investitionen 2013 um knapp 62 % unter dem Vorjahreswert bei rund 4,24 Milliarden Euro gelegen. 2013 seien mit 3,3 Gigawatt Leistung 57 Prozent weniger installiert worden als im Vorjahr.

Einen deutlichen Zuwachs von Arbeitsplätzen stellten die Autoren hingegen bei der Beschäftigung durch on- und offshore Windanlagen fest. Mit einem Plus von rund 16.000 auf 138.000 Jobs sind in der Sparte mehr Menschen beschäftigt, als mit allen anderen regenerativen Energiequellen.

Größter Arbeitsmarkt bei den Erneuerbaren mit fast zwei Drittel der Stellen ist der Anlagenbau. Für die Zukunft rechnen die Fachleute in Deutschland vorerst nicht mit nennenswertem Wachstum. Wachstum und Exportchancen gebe es dagegen in China, Japan und der USA sowie auf längere Sicht auch in Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten.