Für den insolventen Weltbild-Konzern hat sich nach wochenlanger Suche ein Investor gefunden. Die Münchner Firma Paragon werde Mehrheitsgesellschafter der insolventen Verlagsgruppe, hieß es aus Verhandlungskreisen. Dies hatten zuvor auch die Süddeutsche Zeitungund dasManager Magazin auf seiner Internetseite berichtet

Das Ziel sei, Weltbild mit sämtlichen Betriebsteilen fortzuführen – also auch mit dem Filialgeschäft sowie den Auslandsgesellschaften in der Schweiz und Österreich. Zusammen mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz solle die Sanierung des Konzerns vorangebracht und Weltbild wieder auf einen stabilen Kurs zurückgeführt werden.

Insolvenzverwalter Geiwitz wollte keine Stellungnahme zu dieser Entwicklung abgeben. Allerdings kündigte er für Montag eine Mitteilung an. Am Samstag hatte bereits die Augsburger Allgemeine von einem möglichen Investor für Weltbild berichtet

Anfang des Jahres hatte Weltbild Insolvenz angemeldet. Die Augsburger Verlagsgruppe beschäftigt mehr als 5.000 Mitarbeiter. Die Buchhandlung Hugendubel, die mit Weltbild zusammen rund 300 Buchhandlungen mit einer gemeinsamen Holding betrieben hatte, trennte sich daraufhin von dem Unternehmen. 53 der 220 Geschäfte sollen geschlossen werden. Interesse an einer Übernahme hatten zuvor auch der Advent- und der Bastei-Lübbe-Verlag gezeigt.

Paragon Partners ist eine inhabergeführte Investmentgesellschaft mit Sitz in München. Nach Angaben auf ihrer Webseite investiert die 2004 gegründete Firma vor allem in mittelständische Unternehmen.