Siemens plant den Abbau von 11.600 Stellen und will die Kosten des Konzerns um eine Milliarde Euro senken. Das habe der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Joe Kaeser, am Donnerstagabend in einem Gespräch mit Analysten gesagt, meldete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Etwa 7.600 Jobs sollen dem Bericht zufolge wegfallen, weil die Unternehmenssparten gestrafft und neu organisiert werden. 4.000 überflüssige Stellen gebe es bei Ländergruppierungen des Konzerns. Für einen Teil der betroffenen Mitarbeiter gibt es laut Kaeser jedoch die Chance, dass sie an einer anderen Position im Unternehmen weiterarbeiten könnten.

Kaeser war früher Finanzchef von Siemens und hatte sich nach der Übernahme des Chefpostens im August vergangenen Jahres eine Überprüfung der Unternehmensstrategie vorgenommen. Erst vor wenigen Woche hatte er einen großangelegten Konzernumbau und Einsparungen angekündigt. Die Pläne hatten Sorgen geweckt, dass sich die 360.000 Mitarbeiter des Unternehmens nach zahlreichen Spar- und Sanierungsprogrammen der vergangenen Jahre erneut auf Einschnitte gefasst machen müssen.