Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat sich für Krebserkrankungen bei Arbeitern seiner Chipfabriken entschuldigt. Die Arbeiter und ihre Familien würden entschädigt, sagte Samsung-Vizechef Kwon Oh Hyun.

Die südkoreanische Opposition hatte das Unternehmen und die Regierung zu einer Entschuldigung gedrängt, weil 243 Arbeiter in Chipfabriken an seltenen Krebsarten erkrankt oder sogar daran gestorben sind. Darunter waren 114 ehemalige Samsung-Beschäftigte, wie aus einer Resolution des Abgeordneten Sim Sang Jeung vom April hervorgeht.

Bislang hatte Samsung solche Aufforderungen zur Entschuldigung abgewehrt. Außerdem unterstützte die Firma die staatliche Behörde für Entschädigungen in ihrem Bemühen, Ansprüche der Arbeiter abzuwehren. Nun sagte Kwon, man werde sich an den entsprechenden Gerichtsverfahren nicht mehr beteiligen.

Über einen Fall eines an Krebs erkrankten Arbeiters hatte die Bloomberg Businessweek berichtet. Dieser war wie andere Arbeiter auch nach einem Job in einer Samsung-Chipfabrik an einer aggressiven Form von Blutkrebs erkrankt.