Die spanische Modekette Zara ist gezwungen, ein Kindershirt aus dem Angebot zu nehmen. Das Design des Hemdes hatte an eine KZ-Uniform erinnert. Israelische Medien veröffentlichten Bilder des Kleidungsstücks. Das Streifenshirt mit dem Namen Sheriff ziert demnach ein gelber Stern in Brusthöhe – ähnlich dem, wie ihn Juden als Erkennungszeichen während der Naziherrschaft tragen mussten.

Zahlreiche Nutzer in sozialen Netzwerken haben sich über das Hemd beschwert, nun hat die Modekette das Kleidungsstück nach eigenen Angaben aus dem Sortiment genommen. Man bitte um Entschuldigung, hieß es auf dem Twitter-Account von Zara. Das Hemd sei an den Western-Stil angelehnt gewesen und werde nicht mehr angeboten.

"Im Nachhinein kann man sagen, dass die T-Shirts ein Fehler waren", hieß es aus Kreisen des Mutterkonzerns Inditex, dem Zara angehört. Die Hemden seien rechtzeitig zurückgezogen worden, so dass sie nicht in die Filialen gelangt seien, sagte eine Sprecherin. Die T-Shirts seien nur in drei Ländern für wenige Stunden im Internet angeboten worden. Deutschland und Israel gehörten nicht dazu.

Es ist nicht das erste Mal, dass Zara einen umstrittenen Artikel aus dem Sortiment nehmen muss. Im Jahr 2007 bot die Modekette Handtaschen an, auf denen Hakenkreuze abgebildet waren. Zara entschuldigte sich auch in diesem Fall und teilte mit, man habe keine Kenntnis davon gehabt.