Die Mitarbeiter von Fast-Food-Ketten wie McDonald's, Burger King und KFC planen im Kampf für höhere Löhne in mehr als 150 US-Städten Streiks. Im ganzen Land soll gegen 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MESZ) die Arbeit niedergelegt werden, wie der Organisator Kendall Fells von der Bewegung Fight for 15 ankündigte.

Der Name der Kampagne bezieht sich auf die Forderung, den Stundenlohn auf 15 Dollar pro Stunde (etwa 11,40 Euro) zu erhöhen. Nach Angaben der Gewerkschaft Service Employees International Union verdienen derzeit Arbeiter in der amerikanischen Fast-Food-Industrie im Schnitt weniger als acht Dollar pro Stunde. Einer Studie des Economic Policy Instituts zufolge leben fast 17 Prozent der Beschäftigten in der US-Gastronomie unterhalb der Armutsgrenze.

Der Streit um den Lohn bei Fast-Food-Ketten gehört zu einer größeren Bewegung in den USA, die landesweit den gesetzlichen Mindestlohn erhöhen will. Unterstützt werden die Arbeitnehmer der Fast-Food-Ketten von Angestellten, die im Pflegebereich tätig sind. "Auch wir haben ein gutes Leben verdient. Aber wie sollen wir unseren Kindern Perspektiven bieten können, wenn wir gerade mal so jeden Tag über die Runden kommen", sagt Jasmine Almodovar, eine Pflegerin aus Cleveland, die sich der Fight for 15-Bewegung angeschlossen hat.

Gegenwärtig schreibt der Bund 7,25 Dollar pro Stunde vor, die Bundesstaaten legen zum Teil höhere Löhne fest. Im Kongress werden die Bemühungen insbesondere von den Demokraten getragen. "Niemand, der 40 Stunden die Woche arbeitet, sollte in Armut leben müssen", erklärte der unabhängige Senator Bernie Sanders aus Virginia zu den geplanten Streiks. Der Kampf für höhere Löhne wird auch als Wahlkampfthema für die Kongresswahlen im November eine Rolle spielen.