Der Onlinehändler Amazon darf seine Paketdrohnen nun auch in den USA im Freien testen. Die zuständige Luftfahrtbehörde FAA erteilte dem US-Unternehmen die Erlaubnis zur Erprobung der Miniflugzeuge. Es gibt jedoch Auflagen gemäß der im Februar von der Regierung bekannt gemachten Regularien: Die Drohnen dürfen demnach nur bei Tageslicht und in maximal 122 Metern Höhe fliegen. Sie müssen außerdem in Sichtweise desjenigen bleiben, der sie steuert. Dieser muss wiederum ein privates Pilotenzertifikat besitzen und bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllen.

Die FAA fordert von Amazon außerdem, monatlich Angaben zur Zahl der Testflüge zu machen und über etwaige Probleme zu berichten.

Amazon will mit den Drohnen Pakete noch rascher ausliefern. Wegen der bislang fehlenden Erlaubnis zum Test in den USA hatte der Versandhändler die automatischen Miniflugzeuge bislang im Labor und auf einem eigenen Versuchsgelände sowie in anderen Ländern getestet.

Der Konzern hatte sich vor wenigen Wochen über die Regierungsauflagen beschwert. Amazon drohte damals damit, die Entwicklung der Geräte in ein anderes Land zu verlagern. Neben Amazon experimentieren auch Google und die Deutsche Post mit Drohnen, um künftig Pakete damit auszuliefern.