Deutschlands größter Energieversorger E.on hat nach einem Handelsblatt-Bericht im vergangenen Jahr den höchsten Verlust der Konzerngeschichte verbucht – rund drei Milliarden Euro. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise. Ursache für die roten Zahlen sind offenbar die Abschreibungen auf Kraftwerke und Geschäfte im Süden Europas. 

Es sei erst das zweite Mal in der Firmengeschichte, dass E.on am Ende des Jahres in die Verlustzone gerutscht sei, schreibt die Wirtschaftszeitung. Im Jahr 2011 hatte die Gruppe schon einmal einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro gemeldet. 2013 hatte der Energiekonzern dagegen einen Überschuss von 2,1 Milliarden Euro erreicht. 

E.on-Sprecher Guido Knott wollte den Verlust nicht kommentieren und verwies auf die Vorlage der Bilanz am 11. März 2015. Der Konzern bereitet derzeit eine milliardenschwere Umorientierung auf "grüne" Energien vor. Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke sollen in eine neue Gesellschaft ausgegliedert werden.