In die Ermittlungen gegen Volkswagen wegen manipulierter Abgas-Messwerte schaltet sich ein weiterer US-Regulierer ein. Die Handelsbehörde FTC (Federal Trade Commission) untersuche die Werbekampagnen für die betroffenen Diesel-Autos, sagte eine Sprecherin. Man habe sich den Ermittlungen des US-Justizministeriums und der Umweltbehörde EPA angeschlossen.

Die FTC ist unter anderem für den Verbraucherschutz zuständig und kann Strafen für irreführende Werbeversprechen verhängen. VW hat über Jahre Autos als "Clean-Diesel" beworben, deren Abgaswerte geschönt waren. In den Vereinigten Staaten ist Diesel-Treibstoff teurer als normales Benzin. VW hatte daher in den USA für seine Dieselfahrzeuge intensiv mit dem Hinweis auf den geringeren Schadstoffausstoß geworben.

Die Wolfsburger räumten Mitte September ein, seit 2009 mit einer speziellen Software Emissionstests in den USA ausgetrickst zu haben. Tatsächlich lag der Abgasausstoß um ein Vielfaches über den gesetzlichen Grenzwerten. Weltweit sind bis zu elf Millionen Autos mit diesem Computerprogramm unterwegs. Auch einzelne US-Bundesstaaten gehen in dem Fall gegen den deutschen Autobauer vor.