Erneut muss die Niederlassung der Deutschen Bank in den USA nachbessern, weil sie den Stresstest der dortigen Notenbank nicht bestand. Die Fed begründete das Scheitern mit Schwächen der Deutsche Bank Trust Corporation bei der Kapitalplanung. Die US-Filiale des spanischen Geldinstituts Santander fiel zum dritten Mal in Folge durch.

Den ersten Teil des Stresstests hatten noch alle 33 untersuchten Banken in den USA bestanden, wie die Fed vorige Woche bekannt gegeben hatte. Dabei ging es darum, ob die systemrelevanten Geldinstitute des Landes über genügend Kapital verfügen, um in einer schweren Wirtschaftskrise zu bestehen. Bei der im zweiten Schritt erfolgten qualitativen Prüfung kam die Fed zu dem Ergebnis, dass Deutsche Bank und Santander bei der Rückzahlung von Kapital an Anteilseigner nicht mit realistischen Voraussetzungen geplant haben.

Die US-Notenbank nimmt jedes Jahr die größten Geldinstitute in den USA unter die Lupe. Mit der Simulation soll die Widerstandsfähigkeit der Banken für den Fall einer neuen Finanzkrise überprüft werden. Im zweiten Teil des diesjährigen Tests fielen nur Deutsche Bank und Santander durch, die US-Bank Morgan Stanley bekam von der Fed allerdings nur unter Auflagen grünes Licht. Alle anderen 30 Finanzinstitute bestanden den Test.