Gruner + Jahr, die Media Group Medweth, der Spiegel-Verlag und der ZEIT-Verlag haben ihre Mitgliedschaft im Fachverband Publikumszeitschriften des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gekündigt. Grund dafür seien "grundlegende Interessens- und Auffassungsunterschiede über Ausrichtung, Ziele und das Miteinander", wie die Verlage in einem gemeinsamen Statement erklären.

Die Unterschiede seien anlässlich der Wahl des neuen Verbandspräsidenten Stephan Holthoff-Pförtner, Miteigentümer der Funke-Mediengruppe, deutlich geworden. Im Zuge der Nominierung Holthoff-Pförtners, der das Amt nach 20 Jahren von Verleger Hubert Burda übernommen hatte, war es im Verband zu Diskussionen gekommen.

Die vier Verlage wollen "weiter entschlossen für die Rechte und Interessen der Zeitschriftenbranche eintreten" und unabhängig vom VDZ "ausgewählte Diskursplattformen mit Businesspartnern und Politik" schaffen.

Der Fachverband bedauere diese Entscheidung, begrüße aber, dass die Verlage in den Landesverbänden blieben, hieß es in einer Mitteilung. Dadurch seien die Verlage im VDZ Mitglied und könnten somit Themen der Medienpolitik sowie der Tarif- und Steuerpolitik mitgestalten.