Traubenzucker darf nicht als gesundheitsfördernd beworben werden, das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Geklagt hatte die deutsche Firma Dextro Energy. Sie wollte ihre Traubenzuckerprodukte mit Sätzen wie "Glucose unterstützt die normale körperliche Betätigung" anpreisen. Die EU-Kommission hatte dies nicht zugelassen, deshalb zog die Firma vor Gericht. Der Europäische Gerichtshof hat die Klage abgewiesen.

Dextro Energy berief sich unter anderem auf wissenschaftliche Untersuchungen, die angeblich den Nutzen von Traubenzucker für körperliche Betätigung bestätigen sollten. Die Kommission hielt dagegen, die Werbesätze würden Verbraucher verwirren. Grundsätzlich werde empfohlen, weniger Zucker zu sich zu nehmen.

Schon in der ersten Instanz hatte das EU-Gericht der Kommission Recht gegeben. Dextro Energy legte Berufung ein und warf der Kommission Ermessensfehler und falsche Gewichtung vor. Der EuGH ließ dies aber nicht gelten.

In einer europäischen Verordnung ist genau festgelegt, welche Art gesundheitsbezogener Angaben Unternehmen verwenden dürfen. Für die Zulassung dieser Werbesprüche ist die EU-Kommission zuständig. Glucose ist dort allerdings nicht aufgeführt.