Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, John Cryan, hat die Arbeit seiner Amtsvorgänger scharf kritisiert. "Wir wären heute in besserer Verfassung, wenn wir das, was wir in den vergangenen zwei Jahren erledigt haben, schon vor sechs oder sieben Jahren getan hätten", sagte er der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Nach der Finanzkrise habe die Deutsche Bank später als alle anderen damit begonnen, Probleme zu beheben. "Sie marschierte lange weiter in die eingeschlagene Richtung. Andere Häuser nahmen schon 2010 oder 2011 große Veränderungen in Angriff."

Nach langen schlechten Zeiten für sein Geldhaus rechnet Cryan nun aber mit einem Gewinn. "Ich erwarte nicht, dass wir in diesem Jahr einen Verlust machen", sagte er. Gerüchten, er bleibe nur für kurze Zeit an der Spitze der Bank, trat er entgegen: "Seien Sie sich gewiss: Ich habe nicht vor, irgendwo anders hinzugehen – und zwar für lange Zeit."