Die US-Behörden haben keine Einwände gegen den größten Zukauf in Amazons Firmengeschichte. Die zuständige US-Handelskommission teilte am Mittwochabend mit, dass der Aufkauf des Bio-Lebensmittelhändlers Whole Foods genehmigt werde. Der Kaufpreis liegt bei rund 11,6 Milliarden Euro.

Der Online-Versandhändler will mit der Übernahme seine Expansion im Lebensmittelgeschäft vorantreiben. Im Mai etwa hatte Amazon in Berlin den Lebensmittellieferdienst Amazon Fresh gestartet. Durch den Kauf von Whole Foods bekommt Amazon nun auch die Möglichkeit, Lebensmittel über den stationären Handel zu vertreiben: Das Unternehmen, das sich auf Bio-Lebensmittel spezialisiert hat, besitzt in den USA, Kanada und Großbritannien insgesamt 461 Supermarktfilialen. Der Umsatz im vergangenen Jahr betrug 13,6 Milliarden Euro.

Google und Walmart kooperieren bei Sprachdiensten

Unterdessen vermeldeten der US-Handelsriese Walmart und der Technologiekonzern Google eine Kooperation. Ziel der Kooperation sei es, so die Unternehmen, Waren künftig selbst auch über Sprachdienste zu vertreiben – wie Amazon dies bereits praktiziert. Walmarts Chef für das Onlinegeschäft, Marc Lore, kündigte am Mittwoch an, Google werde Hunderttausende Walmart-Artikel ab Ende September über seinen Sprachassistenten anbieten. Damit wollen beide Partner gleichermaßen Boden gegenüber Amazon gutmachen.

Konsum - Der Supermarkt der Zukunft Im Innovative Retail Lab wird für den Supermarkt der Zukunft geforscht. Die dort entwickelten Prototypen greifen oft auf Kameratechnik zurück – und auf die Daten der Kunden.

Der Onlinehändler Amazon hat sich bereits einen großen Anteil im Markt für sprachgesteuerte Assistenten gesichert. Damit können Kunden auch per Stimmeinsatz bei Amazon Waren ordern.

Amazon macht durch den Kauf von Whole Foods der Supermarktkette Walmart zunehmend Konkurrenz im angestammten Geschäft. Walmart reagierte auf Amazons Expansionspläne bereits mit Onlinerabatten und kostenfreien Lieferungen für Verbraucher in den USA, um dem Wettbewerber die Stirn zu bieten.