Bis zu 5.000 Arbeitsplätze sind durch den geplanten Innogy-Deal zwischen RWE und Eon gefährdet – doch die Energiekonzerne wollen nach ihrem Tauschgeschäft ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. Eon-Chef Johannes Teyssen wollte sich zwar nicht festlegen, sagte aber: "Wir sind optimistisch." RWE-Chef Rolf Martin Schmitz kündigte hingegen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Teyssen an, dass es bei RWE keinen Personalabbau geben werde.

Die Konzerne wollen die RWE-Tochter Innogy unter sich aufteilen. RWE soll das Geschäft mit den Erneuerbaren Energien bekommen, Eon die Netze. Zusätzlich will Eon seine Energieproduktion an RWE abgeben. Bis Ende 2019 soll die Neustrukturierung, die von den Wettbewerbsbehörden noch genehmigt werden muss, abgeschlossen sein.

Mittelfristig erwarte Eon gute Entwicklungschancen, die im kommenden Jahrzehnt Tausende neue Arbeitsplätze in Essen, Deutschland und Europa schaffen könnten, sagte Teyssen. "Selbstverständlich werden wir während der gesamten Phase der Veränderung eng und vertrauensvoll mit den Arbeitnehmervertretern zusammenarbeiten", versprach der Eon-Chef.

RWE-Chef Schmitz sagte, natürlich gebe es auch Unsicherheit bei den Beschäftigten. "Wenn aber zwei führende Unternehmen ihre Kräfte bündeln und sich so bessere Chancen für die Zukunft erarbeiten, dann bin ich sicher, zahlt sich das auch langfristig für die Mitarbeiter aus."