Deutschlands größte Fluggesellschaft, die Lufthansa, hat 2017 nach eigenen Angaben so viel Gewinn gemacht wie noch nie zuvor. Demnach stieg er gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro; der Umsatz nahm – unter anderem wegen der Übernahme von Teilen der Air-Berlin-Flotte – um 12,4 Prozent zu.

Für sich genommen steigt das Ergebnis der Passagierairlines Lufthansa, Swiss und Austrian sogar um die Hälfte. Die Billigfliegertochter Eurowings schaffte durch Kostensenkungen und eine starke Nachfrage einen kleinen Gewinn von 100 Millionen Euro. Dagegen trug die Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin noch nicht zum Gewinn bei. Der nach massiven Pilotenstreiks erreichte Tarifabschluss brachte einen einmaligen Effekt von mehr als einer halben Milliarde Euro, weil die Lufthansa künftig nicht mehr die Betriebsrenten der Piloten garantieren muss.

"Wir senken die Kosten dort, wo es der Kunde nicht bemerkt, und investieren gleichzeitig weiter in die Qualität", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr, dessen Vertrag gerade erst vom Aufsichtsrat um fünf Jahre verlängert wurde.

Sinkende Gewinne für 2018

Für die Lufthansa ist es das dritte Rekordjahr in Folge. Im laufenden Jahr erwartet die Fluglinie aber leicht sinkende Gewinne. Als Grund werden höhere Treibstoffkosten genannt. 

Zudem wird die Lufthansa ihr Angebot im laufenden Jahr nun doch nicht so stark ausweiten können wie zunächst gedacht. Es fehlen Flugzeuge und Piloten. Statt um zwölf Prozent, wie zunächst angekündigt, plant das Unternehmen nun, sein Angebot um 9,5 Prozent auszubauen.