Nur mit Rabatten kann Hennes & Mauritz (H&M) derzeit Kleidung verkaufen. Das zeigt sich nun in den Umsätzen: Das Unternehmen hat im ersten Geschäftsquartal bis Ende Februar einen Gewinneinbruch von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt. Der Nettogewinn des Unternehmens fiel auf 134 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. 

Analystinnen und Analysten hatten bereits mit einem Rückgang in dieser Größenordnung gerechnet. Auch im zweiten Geschäftsquartal will H&M viele Produkte mit Rabatten verkaufen, weil die Lager voll sind. Das Unternehmen hatte davor gewarnt, dass Rabatte und Probleme mit dem Sortiment den Jahresauftakt belasten werden.

Ein weiterer Grund für den Gewinneinbruch war das wechselhafte Wetter. In Landeswährungen und inklusive Umsatzsteuer seien die Erlöse aber stabil geblieben, hieß es.

H&M hat seit einiger Zeit mit dem Wandel in der Modeindustrie zu kämpfen. Onlinehändler wie Zalando und Asos gewinnen immer mehr H&M-Kundinnen und -Kunden für sich. Auch beim Preis ist die Modekette nicht mehr das Maß aller Dinge, Ketten wie Primark sind noch billiger. Gegen den großen Rivalen aus Spanien, Inditex, hat H&M derzeit das Nachsehen. Die Zara-Mutter ist wesentlich schneller, Kollektionen mit den neusten Trends in die Läden zu bringen.

Jüngst hatte Chef Karl-Johan Persson die Börse darauf vorbereitet, dass H&M erst im kommenden Geschäftsjahr wieder profitabel wachsen werde. Er setzt große Hoffnungen auf den Ausbau des Onlinehandels. Früheren Angaben zufolge macht das Onlinegeschäft rund ein Drittel des Umsatzes aus. Im vergangenen Dezember hatte H&M angekündigt, im Zuge des Onlineausbaus mehr Läden schließen als eröffnen zu wollen.