Im Zuge des Abgasskandals hat es Razzien beim Autohersteller Porsche gegeben. Die Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern sichteten und sicherten in zehn Gebäuden der Porsche AG Unterlagen, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart mitteilte.

Gegen drei Mitarbeiter der Porsche AG bestehe der Verdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung. "Bei den Beschuldigten handelt es sich um ein Mitglied des Vorstands und ein Mitglied des höheren Managements", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der dritte Beschuldigte arbeite nicht mehr für das Unternehmen.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Porsche AG vor, an der Manipulation der Abgasreinigung von Dieselautos beteiligt gewesen zu sein. Porsche und Audi würden mit den Behörden kooperieren, heißt es von der Behörde. Audi ist wie Porsche eine Tochterfirma von VW und liefert große Sechszylinderdieselmotoren – unter anderem an Porsche.

Behörden hatten zuvor im Rahmen des Abgasskandals gegen Porsche ermittelt. Im Herbst 2016 hatte das Unternehmen das Modell Macan zurückrufen müssen. Im Juli 2017 entzog der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) dem Geländewagen Cayenne die Zulassung. Weitere Durchsuchungen im VW-Skandal gab es bereits bei Audi, BMW, Daimler sowie beim Zulieferer Bosch.